Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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Oskar Morgenstern, John von Neumann
Theory of Games and Economic Behavior
Klappentext
Druck in zwei Farben auf chlorfrei gebleichtes, alterungsbeständiges Werkdruckpapier. Ziegenvollederband mit Ledertitelschildchen, Echtgoldprägungen, Kopffarbschnitt, Fadenheftung; Buchformat: 16 x 23,7 cm. Mit der "Theory of Games and Economic Behavior" (1944) gelang es erstmals, eine Theorie über interaktives Verhalten in ein Modell zu gießen. Die Spieltheorie überträgt mit Hilfe der Mathematik Erkenntnisse über das menschliche Verhalten bei Spielen wie Schach oder Poker auf die Wirtschaft. Solche Spiele haben mit dem Verhalten von Unternehmen am Markt gemeinsam, dass dazu erfolgversprechende Strategien benötigt werden.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2002
Es kommt in den Wirtschaftswissenschaften nicht oft vor, dass Forscher es schaffen, mit einer einzigen Abhandlung eine neue Denkrichtung zu etablieren, weiß Rezensent Claus Tigges. Der Mathematiker John von Neumann und der Ökonom Oskar Morgenstern haben das mit ihrem Band "Theory of Games and Economic Behavior", in dem sie die Spieltheorie vorstellten, vor sechzig Jahren zuwege gebracht, so der Rezensent. Das Buch sei, zitiert Tigges den Bonner Nobelpreiträger Reinhard Selten, ein Monument der Wirtschaftsgeschichte, das einen tiefen Einblick in die Anfänge der Spieltheorie gewähre und wichtige Instrumente zur Modellierung von Spielsituationen enthalte. Nun liegt es in einer "schönen" Faksimile-Ausgabe samt einem begleitenden Kommentarband vor, freut sich Tigges, weist aber auch darauf hin, dass der Leser zum Verständnis mehr mathematische Kenntnisse benötige, als "in einem gymnasialen Grundkurs" erworben.
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Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


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