Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jörg Trempler

Das Wandbildprogramm von Karl Friedrich Schinkel

Altes Museum Berlin. Diss.

Cover: Das Wandbildprogramm von Karl Friedrich Schinkel

Gebr. Mann Verlag, Berlin 2001
ISBN-10 3786123330
ISBN-13 9783786123330
Gebunden, 312 Seiten, 94,00 EUR

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Klappentext

Dissertation. 7 Farb- und 63 Schwarzweiß-Tafeln mit 140 Abbildungen. Mit Notizen Schinkels im Anhang. Das erst weit nach Schinkels Tod 1870 vollendete Bilderfries wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, darum steht am Anfang der Untersuchung eine auf Archivalien gestützte Ausführungsgeschichte und eine eingehende Rekonstruktion. Hier greift der Verfasser sowohl auf bekannte Entwürfe und Fotos als auch auf Entwurfszeichnungen Schinkels zurück. Der Band enthält Umrisszeichnungen zu den circa 200 Einzelfiguren beziehungsweise Figurengruppen. Den Ideenreichtum der Ausschmückung des Berliner Museums versucht der Verfasser vor dem Hintergrund der Ikonologie des Gebäudes zu erfassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.02.2002

Man kann, so die These von Jörg Tremplers Dissertation, Schinkels fürs das Alte Museum entworfene monumentale Wandbild in sechs Fresken nicht losgelöst vom Museum selbst und vom auf Überwältigung setzenden Museumskonzept Schinkels sehen. Deshalb hält er die Rede vom "Gesamtkunstwerk" für angebracht. Erschwert ist die Interpretation dadurch, dass der größte Teil des Werks durch den Krieg zerstört wurde, dass nur Fotografien und Architekturzeichnungen vom "komplexen mythologischen Ideengehalt" künden. Rezensentin Ilona Lehnart referiert in ihrer Rezension einige Thesen des Autors, etwa die vom engen Bezug Schinkels auf Karl Philipp Moritz' "Götterlehre", ohne aber näher darauf einzugehen. Tremplers Erklärung für das rasch einsetzende Unverständnis teilt sie jedoch: statt "neuartiger Synthesen" wünschte das Publikum bald die reaktionäre Historienmalerei etwa Wilhelm von Kaulbachs.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren