Wenige Diskussionen in der bildenden Kunst sind in den letzten Jahren so kontrovers geführt worden wie die um die Bedeutung und Möglichkeiten von Kunst im öffentlichen Raum. Mehr als 50 Texte von namhaften Kuratoren, Kunsthistorikern und Künstlern machen diesen 720 Seiten starken Band zu einem facettenreichen Handbuch zur Kunst im öffentlichen Raum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.02.2002
Wie vermittelt man Kunst, wenn sie ihre "provokative Außenseiterrolle", die sie in den Avantgarden des letzten Jahrhunderts betonte, aufgegeben hat? Die hier versammelten Texte von Künstlern zeigen für die Rezensentin Hannelore Schlaffer die Schwierigkeiten der "Bedeutungsstiftung" für aktuelle Kunst. Allerdings findet sie die Beiträge des Bandes hier nicht immer überzeugend. Recht vage kommt ihr der "stereotype" Diskurs vor, mit Kunst im öffentlichen Raum Dialoge zu führen. Von einigen "sensiblen ästhetischen Beobachtungen" mal abgesehen, seien die Künstler eher bemüht, über die "Funktion ihrer Kunst" als über die Rolle und Voraussetzungen und über die Eigensprachlichkeit der zu gestaltenden Räume und Architektur nachzudenken.
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