Aus dem Niederländischen von Thomas Hauth. Ein Schriftsteller macht seinen Bruder, einen Biologen, zum Mitwisser an einem Mord. Ein Antikrimi über Familiengeheimnisse und die Machtverhältnisse zwischen Brüdern.
Nicht wirklich überzeugt zeigt sich Andreas Merkel von diesem kleinen Natur- Horrorbuch des niederländischen Biologen, Journalisten und Schriftstellers van Zomeren. Mitten drin verliert der arme Rezensent das Interesse, weil hier über einen Mord so erzählt wird, als handle es sich um ein fiktionales Problem, nicht um ein handfestes Delikt. Doppelt schade, findet Merkel, weil zwischendurch ja doch der "wirkliche Horror" gelingt, etwa indem der Autor schildert, wie die Fliege Lucilia bufonivora ihren Froschwirt von innen her auffrisst. Fein. Besonders, da der Mensch, wie Merkel weiß, bei van Zomeren nie immer nur Beobachter bleibt, sondern sich als Teil der Natur fühlen darf. Brr. Das Fazit aber, wie gesagt, fällt eher schlecht aus: "Ein zur Hälfte lesenswertes Buch", das darüber hinaus noch schludrig übersetzt sei.
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