Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.01.2002
Wer meint, Globalisierung funktioniere nur, wenn der Staat in wirtschaftliche Prozesse möglichst wenig eingreift und wer denkt, der Sozialstaat steht diesen Prozessen entgegen, den wird das Buch der Bremer Professoren Elmar Rieger und Stephan Leibfried gründlich irritieren, ist Andreas Bock überzeugt. Empirisch fundiert legen die Autoren dar, dass globalisiertes Handeln vor dem Ersten Weltkrieg begann und seine Möglichkeiten und Handelsspielräume sozialstaatlichen Strukturen verdankt, zeigt sich der Rezensent überrascht. Für Bock legen die Autoren mit diesem Band einen grundlegenden Paradigmenwechsel vor. Anstatt den Sozialstaat zugunsten einer freien Wirtschaft abzubauen, müsse diese erkennen, dass sie ihre Grundlagen eben jenem "Störfaktor" verdankt. Das "provokante" und "wichtige" Buch kann der Rezensent nur jedem empfehlen, den Neoliberalen genauso wie den Kritikern der Globalisierung.
Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…