Herausgegeben von Gustav W. von Schulthess. Vorwort von Peter Ziegler. Mit 7 Illustrationen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2002
Während gut zwanzig Jahren ihres Lebens, von 1779 bis 1801, hat Regula von Orelli-Escher Tagebuch geführt, erhalten und nun veröffentlicht sind Aufzeichnungen nach 1785. Es handelt sich dabei, wie der Rezensent Alfred Cattani findet, um "teilweise spröden Stoff", umso lobenswerter scheint ihm das Bemühen des Herausgebers und Kommentators Schulthess. Ergänzt werden die Notate aus dem Privatleben - von Szenen einer schwierigen Ehe bis zum Glück der Mutterschaft - durch eine 1801 entstandene Erzählung und den Briefwechsel mit dem berühmten Physiognomen Lavater, der für die "unerschütterlich" gläubige Regula von Orelli eine Art "Stellvertreter Gottes" (Cattani) war. Keineswegs bereitet die Lektüre des Bandes offenbar reines Glück, Regula war "herrisch und selbstbewusst, misstrauisch auch engen Freunden gegenüber", die "Fülle von Informationen" über das Zürich vor 1800 hat den Rezensenten zuletzt aber entschädigt.
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