Margit K. Epstein untersucht anhand journalistischer Texte zur Gleichstellungspolitik, wie in öffentlichen Debatten über Gleichberechtigung die sozialen Bedeutungen von "Frau" und "Mann" neu verhandelt und zugleich reproduziert werden. Sie zeigt, dass traditionelle Geschlechterkonstruktionen, die sich im Sprachgebrauch manifestieren, dem intendierten sozialen Wandel des Geschlechterverhältnisses entgegenstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2001
"Wer über Gleichstellungspolitik spricht, muss Bilanzen des Scheiterns ziehen." So kategorisch beginnt Milos Vec seine Rezension zum Thema der Gleichstellung von Mann und Frau in Medien und Politik. Filigran, wenn auch zuweilen redundant nennt Vec die Argumentationen der Autorin Margit K. Epsteins, die einerseits die Verlautbarungen des Frauenministeriums in Hannover und andererseits ihre Wiedergabe in der Lokalpresse untersuchte. Und selbst hier, in der "staatsfeministischen" Sphäre sind dann Phänomene der "Passivierung, Vereinzelung und Entkontextualisierung der Kategorie 'Frau'" festzustellen. Eine "originelle Studie", findet Vec, der nur Epsteins Schlüssen nicht folgen will. Eine Arm-in-Arm von allen Betroffenen geführte Sprachpolitik hält er für "angestaubten Polit-Bürokratismus".
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