Perlentaucher - Das Kulturmagazin

Anmelden | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 10.46 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Auguste Rodin

Bilder des Begehrens

Die erotischen Aquarelle und Scherenschnitte

Cover: Bilder des Begehrens

Schirmer und Mosel Verlag, München 2001
ISBN-10 3888149908
ISBN-13 9783888149900
Gebunden, 159 Seiten, 25,46 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Mit 107 Farbtafeln und 9 Abbildungen. Mit seinen erotischen Aktstudien und Aquarellen vollzog Auguste Rodin (1840-1917) in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten den entscheidenden künstlerischen Schritt in die Moderne und machte sich völlig unabhängig von herrschenden Schönheitsidealen und Moralvorstellungen. Zeitgenossen wie Rilke und Paul Klee erkannten die revolutionäre künstlerische Qualität der Zeichnungen sofort, Harry Graf Keßler musste aber ihre Ausstellung 1906 in Weimar mit seiner Entlassung als Leiter des großherzoglichen Museums bezahlen. In ihrem einführenden Essay beschreibt die Kunsthistorikerin Anne-Marie Bonnet die Entstehungsbedingungen dieser Meisterwerke und ihren Einfluss auf die Avantgarde-Künstler des 20. Jahrhunderts.

Möchten Sie dieses Buch kommentieren?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2001

Nun schon in zweiter Auflage, lesen wir bei Rezensent Gerhard R. Koch, sind Rodins erotische Aquarelle und Scherenschnitte erschienen. Für den Rezensenten Anlass, diese Arbeiten in den Gesamtzusammenhang von Rodins Schaffen zu stellen. Als "Meister raffiniert flüchtiger Darstellungen sexueller Situationen", lesen wir also, stehe Rodin selbst in den Augen seiner Kenner nicht im "Pantheon der Kunstgeschichte". So habe die unverstellte anatomische Direktheit seiner Akte schon Zeitgenossen schockiert. Doch bei aller "physiologisch-naturalistischen Drastik" behalten Rodins Frauen-Huldigungen für Koch "ihr Moment des luftig Artifiziellen". Diese "Zweistufigkeit" habe schon Paul Klee an den vorliegenden Arbeiten gerühmt. Sehr angetan schweift der Rezensent durch dies üppige Buch und freut sich auch, dass es mit der "sehr erhellenden" Studie von Anne-Marie Bonnet angereichert wurde.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Eine iranische Liebesgeschichte zensierenShahriar Mandanipur: Eine iranische Liebesgeschichte zensieren
Aus dem Englischen von Ursula Ballin. Ein iranischer Schriftsteller ist es leid, immer nur düstere Romane ...

Buch: Dein Gesicht morgenJavier Marias: Dein Gesicht morgen
Aus dem Spanischen von Elke Wehr. "Wollte Gott, dass niemand uns jemals um etwas bittet oder auch nur fragt, ...

Archiv: Bücherschauen

Das wäre ja der Tod

19.03.2010: Die FAZ schwärmt vom lakonischen Witz in Tom Drurys Roman "Der Tod des Vandalismus", dem sie mit Begeisterung zu den skurrilsten Orten der amerikanischen Provinz folgt. Die Sagen der Säufer, Zocker und Loser lässt sich die FR von Clemens Meyer erzählen. Großes Lob vergibt die SZ an Andreas Schäfers Roman "Wir vier". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Francois Walter: Katastrophen

15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen

Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst

11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen

Necla Kelek: Himmelsreise

08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren