Herausgegeben von Robert Grün. Vorwort von Dieter Lohmann. Was 1519 als wagemutige Expedition ins Unbekannte mit fünf Schiffen und über 200 Mann Besatzung begann, wurde eine der berühmtesten Entdeckungsfahrten der Weltgeschichte. Denn der Portugiese Fernando Magellan räumte mit seiner ersten Weltumrundung manchen Aberglauben und manche Fehleinschätzung aus dem Weg: Doch die gefahrvolle Reise forderte auch ihre Opfer; und so kehrten nach drei langen Jahren nur 18 Mann in die Heimat zurück - unter ihnen der Italiener Antonio Pigafetta, der in seinem Tagebuch die dramatischen Ereignisse der Nachwelt überliefert hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Felicitas Hoppe zeigt sich stark beeindruckt von den Aufzeichnungen Antonio Pigafettas, dem sie selbst schon mit einem Buch die Reverenz erwiesen hat. Pigafetta sei ein präziser Beobachter gewesen, egal, ob es um die Beschreibung der Zustände an Bord, der Flora und Fauna an Land oder der Gebräuche der Menschen gehe, und seine "klare und präzise Sprache" trage zusätzlich zur Glaubwürdigkeit der Beobachtungen bei. Zudem erwähnt die Rezensentin lobend die Tatsache, dass es sich bei Pigafetta um einen für seine Zeit "erstaunlich vorurteilsfreien" Chronisten handele, auch wenn seine Berichte teilweise ein wenig ins Fiktionale abzugleiten scheinen. Kritik übt Hoppe lediglich am Verlag: Vor- und Nachwort des Herausgebers geben keinerlei Klärung zur komplizierten Editionsgeschichte dieses Textes, der nicht mehr in seiner Urform, sondern lediglich in frühen Kopien zugänglich ist. Und der beigefügte Aufsatz von Dieter Lohmann befriedige die Neugier auf Pigafetta als Person in keiner Weise.
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