Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Wühr

Leibhaftig

Ausgewählte Gedichte

Cover: Leibhaftig

Rimbaud Verlag, Aachen 2001
ISBN-10 3890867243
ISBN-13 9783890867243
Taschenbuch, 108 Seiten, 10,23 EUR

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2001

Er hat und hält es mit dem Leibhaftigen, behauptet Jörg Drews über den Lyriker Paul Wühr, der seine außerordentlich fleißige Gedichtproduktion selbst durchkämmt, gesiebt und mit hundert Gedichten (aus den Jahren 1975 bis heute) Auslese zum Verleger gegangen ist. Wührs Gedichte sind allesamt sehr sinnlich, "ins Körperliche eingesenkt", wie Drews schreibt, deftig auch - und erotisch. Ihn interessiere alles, was mit dem Körper zusammen hängt, sagt Drews über Wühr: Liebe und Sexualität, Körperöffnungen, Körperrundungen, der Körper als ganzes und en detail. Wühr sehe den Körper als etwas Spirituelles, philosophiert Drews, das Fleisch werde Geist. Die Gedichte sind jeder Romantik abhold, nicht pathetisch, sondern eher deftig und komisch: mit Sprachwitz gesegnet, preist Drews die Auswahl. Der Sprachwitz verdanke sich im übrigen, meint der Rezensent, der stark argumentativen Ausrichtung des Dichters, der eine Lust an dialektischen Sprüngen und paradoxen Bildverschränkungen verspüren lasse.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren