Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Colin McGinn

Das Gute, das Böse und das Schöne

Über moderne Ethik

Cover: Das Gute, das Böse und das Schöne

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2001
ISBN-10 3608919686
ISBN-13 9783608919684
Gebunden, 294 Seiten, 30,17 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Joachim Schulte. Colin McGinn prüft, welche besonderen ethischen Erkenntnisse wir aus der Literatur, der Kunst, dem Ästhetischen gewinnen können. Neben der Bestimmung wird auch der Zusammenhang von Gutem, Bösem und Schönem untersucht, am Beispiel der Welt des Hässlichen und Monströsen. Finden wir "Frankenstein" faszinierend, weil wir uns stillschweigend mit ihm identifizieren? Ist das Monströse in uns angelegt? Versinnbildlicht es jenes Böse in uns? McGinn legt dar, wie sehr die Literatur oder das Ästhetische überhaupt unser Handeln unterbewusst bestimmt, weil keine umständlichen "Gebrauchsanleitungen" hergeleitet werden. Es wird geschildert, erzählt, und in einem Augenblick blitzt auf, was den "Technikern der Ethik" möglicherweise ein Leben lang verborgen bleibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.02.2002

Colin McGinn hat eine wunderbar einfache Theorie zum Thema Moral: Schönheit der Seele ist dasselbe wie Tugend und folglich ist ein "gelebter Ästhetizismus" ohne Moral nicht möglich. McGinns auch in Uwe Justus Wenzels Rezension mehrfach erwähntes Lieblingsbeispiel: Oscar Wildes "Dorian Gray". Es hilft nichts, findet Wenzel, dass Platon das schon so ähnlich sah und auch nichts, dass der Philosoph sich dabei gerne auf den "gesunden Menschenverstand" beruft, denn: "Wer es sich so einfach macht, macht es sich zu einfach". Das fängt schon damit an, dass McGinn Wildes Roman als vieldeutig interpretierbares Kunstwerk gar nicht interessiert. Überhaupt ist seine Idee von Literatur und Ästhetik - und das hält Wenzel noch für eine höfliche Formulierung - "vormodern". Außerdem zerfällt das Buch in zwei Teile. Der erste, philosophisch konventionell, scheint dem Rezensenten reichlich langweilig. Und der zweite, an der Literatur orientierte, zeigt die erwähnten Schwächen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren