Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jacques Derrida

Von der Gastfreundschaft

Cover: Von der Gastfreundschaft

Passagen-Verlag, Wien 2001
ISBN-10 3851655117
ISBN-13 9783851655117
Broschiert, 156 Seiten, 20,04 EUR

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Klappentext

Mit einer "Einladung" von Anne Dufourmantelle. Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. In exemplarischen Lektüren bestimmter Dialoge Platons sowie des Ödipus auf Kolonos von Sophokles, in denen verschiedene Figuren des "Fremden" skizziert werden, erscheint die Frage des Fremden als Frage des Fragens: "Besteht die Gastfreundschaft darin, dem Ankömmling Fragen zu stellen? (...) Oder beginnt die Gastfreundschaft damit, dass man empfängt, ohne zu fragen?" In Frage steht die Unterscheidung zwischen einer bedingten und der unbedingten Gastfreundschaft, die "Antinomie" zwischen den Gesetzen der Gastfreundschaft und dem Gesetz der Gastfreundschaft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2001

Die Fragen, die Jacques Derrida stellt, über die Gastfreundschaft, über Rechte und Pflichten von Gastgebern und Gästen, haben, findet der Rezensent Lothar Kurzawa nach dem 11. September ein ganz neues Gewicht bekommen. Nach dem Missbrauch des Gastrechts durch die "Schläfer" scheine nun jede "emphatische Auslegung des Gastrechts" verfehlt. Um genau diese Emphase jedoch geht es Derrida im Bezug auf den Schriftsteller und Philosophen Pierre Klossowski (der Rezensent spricht von "behutsamem Wiederkäuen" von dessen Romantrilogie "Gesetze der Gastfreundschaft") und auf Emmanuel Levinas. Die Gastfreundschaft wolle Derrida er als unbedingte, sogar auf jede "Identifikation" des Gastes verzichtende und damit für alle und jeden offene, verstanden wissen. Politisch gewendet äußert sich das, so Kurzawa, als Sympathie für die "Exilierten, Deportierten, Vertriebenen, Entwurzelten". Das erscheint dem Rezensenten in diesen Tagen, wie schon erwähnt, etwas illusorisch. Sonst aber geht seine Besprechung über das Referat wichtiger Punkte nicht hinaus.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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