Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Jacques Derrida
Von der Gastfreundschaft
Klappentext
Mit einer "Einladung" von Anne Dufourmantelle. Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Markus Sedlaczek. In exemplarischen Lektüren bestimmter Dialoge Platons sowie des Ödipus auf Kolonos von Sophokles, in denen verschiedene Figuren des "Fremden" skizziert werden, erscheint die Frage des Fremden als Frage des Fragens: "Besteht die Gastfreundschaft darin, dem Ankömmling Fragen zu stellen? (...) Oder beginnt die Gastfreundschaft damit, dass man empfängt, ohne zu fragen?" In Frage steht die Unterscheidung zwischen einer bedingten und der unbedingten Gastfreundschaft, die "Antinomie" zwischen den Gesetzen der Gastfreundschaft und dem Gesetz der Gastfreundschaft.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2001
Die Fragen, die Jacques Derrida stellt, über die Gastfreundschaft, über Rechte und Pflichten von Gastgebern und Gästen, haben, findet der Rezensent Lothar Kurzawa nach dem 11. September ein ganz neues Gewicht bekommen. Nach dem Missbrauch des Gastrechts durch die "Schläfer" scheine nun jede "emphatische Auslegung des Gastrechts" verfehlt. Um genau diese Emphase jedoch geht es Derrida im Bezug auf den Schriftsteller und Philosophen Pierre Klossowski (der Rezensent spricht von "behutsamem Wiederkäuen" von dessen Romantrilogie "Gesetze der Gastfreundschaft") und auf Emmanuel Levinas. Die Gastfreundschaft wolle Derrida er als unbedingte, sogar auf jede "Identifikation" des Gastes verzichtende und damit für alle und jeden offene, verstanden wissen. Politisch gewendet äußert sich das, so Kurzawa, als Sympathie für die "Exilierten, Deportierten, Vertriebenen, Entwurzelten". Das erscheint dem Rezensenten in diesen Tagen, wie schon erwähnt, etwas illusorisch. Sonst aber geht seine Besprechung über das Referat wichtiger Punkte nicht hinaus.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Bücher von Lesern empfohlen
Patricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...
Michael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...
Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen


Folgen Sie uns auf Twitter

