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Klappentext
Aus dem Französischen von Christina Mansfeld. Mit einem Nachwort von Doug Headline. 1950: Ein junges Mädchen, Alba Black, Nichte eines Waffenhändlers wird entführt und schwer verwundet in ein isoliert stehendes Haus am Meer gebracht. Dort kommt es zu einem blutigen Schusswechsel. Ein Entführer macht sich mit dem Mächen davon. 1956: Eine junge Reporterin zieht sich für ein Jahr nach Kuba in die Sierra Maestra zurück. Dort trifft sie auf ein verwahrlostes Mädchen, von dem man sie glauben macht, es handle sich um Alba Black... Manchette arbeitete in den letzten Jahren seines Lebens an einem Romanzyklus. Der Zyklus sollte den historischen Bogen von den 50er bis zu den 90er Jahren spannen. "La Princesse du Sang" ist der erste Band dieses Zyklus. Der Roman blieb unvollendet, für den letzten Teil wurden von den Herausgebern Notizen des Schriftstellers zu einer Synopsis zusammengestellt.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.12.2001
Ziemlich beeindruckt zeigt sich der Rezensent Urs Willmann von "Blutprinzessin", dem letzten Krimi des französischen Autors Jean-Patrick Manchette, Mitbegründer des Neo-Polar-Genres, in dem Kriminalgeschichten als politische Thriller inszeniert werden. Diese Geschichte ließ der Autor bei seinem Tod unvollendet zurück - das Ende wurde auf Grundlage der überlieferten Aufzeichnungen rekonstruiert. Vom unemotionalen, distanzierten und trotzdem direkten Erzählstil ist Willmann offensichtlich sehr beeindruckt, ebenso von der Dramaturgie der Erzählung: "die ersten Seiten muten an wie der virtuos choreografierte, actionlastige Vorspann eines Films". Willmann nennt Manchettes Geschichten "die Antwort des Kino- und Jazzfans auf die Krimis der amerikanischen Hard-boiled-Schule" und findet, dass sie "von der Schönheit einer durchgestylten Ungastlichkeit" sind.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.11.2001
Doppelbödige Charaktere handeln mit fadenscheinigen Motivationen: Das ist für Robert Brack das Erfolgsrezept dieses "verblüffenden" Romans. Ein entführtes Mädchen, eine Fotografin und ein Waffenhändler leben in einer unruhigen Zeit, berichtet der Rezensent - es herrschen Auseinandersetzungen in Ungarn, Algerien und Kuba. Diese politischen Daten der 50er Jahre verbindet der Autor Jean-Patrick Manchette mit der erzählten Geschichte zu einem "perfekt konstruierten politischen Roman", findet Brack. Vorrangiges Ziel des Autors ist es aus Sicht des Rezensenten, die "intriganten Strukturen" der internationalen Politik zu erforschen. Und das hat er gut gemacht, findet Brack: Der Roman passt "perfekt in die Welt, in der wir gerade angekommen sind".
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