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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Desmond Tutu

Keine Zukunft ohne Versöhnung

Cover: Keine Zukunft ohne Versöhnung

Patmos Verlag, Düsseldorf 2001
ISBN-10 3491724562
ISBN-13 9783491724563
Gebunden, 238 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Axel Monte und Thorsten Nesch. Der Bericht des Nobelpreisträgers Desmond Tutu über seine Arbeit als Vorsitzender der "Wahrheits- und Versöhnungskommission" zur Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen in Südafrika

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2002

Angetan vom "in der Menschheitsgeschichte ziemlich einmaligen Versuch irdischer Gerechtigkeit", liest Rezensent Florian Sendtner den persönlichen Bericht des Erzbischofs Tutu über die Kommission für 'Wahrheit und Versöhnung' in Südafrika. Weder sollte Rachejustiz geübt noch eine Generalamnestie ausgesprochen werden, vielmehr sollte jedes Opfer angehört werden, und die wenigen Täter, die sich der Kommission stellten, konnten durch ein Geständnis unter Umständen einer Bestrafung entgehen, informiert Sendtner. Damit bekamen die Opfer öffentliches Gehör, was mit normale Gerichtsverfahren aufgrund ihrer Täterorientierung nicht erreicht worden wäre, und die Opfer außerdem zusätzlich traumatisiert hätte, wie Sendtner schreibt. Der Rezensent hält dieses Rechtsmodell dennoch für gescheitert, da viele "Schergen der Apartheid" ungestraft davon gekommen sind. Zudem kritisiert er den Versuch des Autors, sein Versöhnungsmodell auf andere Konfliktherde - etwa im Nahen Osten - zu übertragen. Die Haltung des Bischofs gegenüber der israelischen Politik empfindet Sendtner als "schlichten Antisemitismus".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.01.2002

Der Erzbischof von Kapstadt Desmond Tutu, der sich lange Zeit für das Ende des Apartheid-Regimes eingesetzt hatte und nach dem Regierungswechsel im Jahr 1994 Vorsitzender der Wahrheitskommission wurde, erinnert sich in seinem Buch an die dunklen Seiten des Landes, an Unterdrückung, Rassismus und Gewalt, berichtet Udo Scheer. Ein besonderes Augenmerk legt Tutu, so der Rezensent, auf die Arbeit der Kommission, insbesondere auf den "therapeutischen Effekt der traumatisierten Opfer", die Spannungen, die Diskreditierungen der Gegner, die Belastungen durch die Schilderungen der Gräueltaten sowie auf den Erwartungsdruck, dass dieses weltweit bis dahin einmalige Vorgehen sinnvolle Ergebnisse zeitigen solle. Die Erinnerungen des Bischofs haben Scheer beeindruckt, trotzdem aber sieht er Tutus Appell für Versöhnung und Vergebung angesichts der Arbeitslosigkeit und Kriminalität in Südafrika größeren Schwierigkeiten ausgesetzt als der Autor eingestehen wolle.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2001

Der Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu beschreibt seine Arbeit als Vorsitzender von Südafrikas Wahrheits- und Versöhnungskommission. Christlich-religiöse Rhetorik und Symbolik, mit der Tutu laut Rezensent Andreas Eckert schon die Kommission prägte, finden sich auch in seinen Aufzeichnungen wieder, aber auch sehr eindringliche Schilderungen der seelischen Belastungen, denen die Beteiligten während der Anhörungen zu Menschenrechtsverletzungen unter dem Apartheid-Regime ausgesetzt waren. Zu recht, meint Eckert, hebt Tutu hervor, wie wichtig die Aufarbeitung der Vergangenheit gewesen sei, aber auch wie begrenzt die Möglichkeiten eines Ausschusses sind, Versöhnung zu schaffen.

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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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