Der bekannte Wissenschaftsjournalist Agostini erschrickt, als sein Sohn von Skinheads verprügelt bei ihm auftaucht. Der geschiedene Vater verstrickt sich in Selbstvorwürfe, und er will etwas tun. Bei der Polizei Anzeige erstatten. Herausfinden, wer das war. Er beginnt, auf einem für ihn völlig neuen Gebiet zu recherchieren. In der Maskerade eines arbeitslosen Magaziners gerät er bald in die rechte Szene seiner Agglomerationsgemeinde. Aber genauso schnell ist er überfordert. Statt der kleinen Grüppchen findet er ein Netz, das bis in respektable Kreise reicht. Und dann überstürzen sich die Ereignisse und der Journalist landet im Gefängnis...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.11.2001
Voll der guten Absichten hat der Aargauer Autor Niklaus Stöckli über die Schweizer Rechtsextremisten-Szene recherchiert und seine Ergebnisse erzählerisch in einem Roman verarbeitet, berichtet der Rezensent mit dem Kürzel "sib". Der Sohn des Wissenschaftsjournalisten Agostini wird das Opfer von Skinheads, was den Vater dazu veranlasst, undercover in die Szene zu gehen. Das führt ihn aber letztlich ins Gefängnis und vor Gericht, wo er wegen rechtsextremer Straftaten angeklagt wird. Das klingt zwar spannend, ist es aber nicht, meint der Rezensent. Zu gut sind die Absichten und vor allem zu offensichtlich, als dass der Plot da noch vielversprechend komplex sein könnte.
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