Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.11.2001
Daniel Kothenschulte scheint beeindruckt von diesem Fotoband zum Thema Wasser. Obwohl die Fotografin Roni Horn keine Anstalten unternimmt, ihren Untersuchungsgegenstand besonders zu inszenieren, geht von den Bildern, in denen sie Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungsformen fotografiert hat, ein "eigentümliches Pathos" aus, findet Kothenschulte. Bindeglied ihrer fotographischen Erkundungen zum Thema Wasser in all seiner Vielfalt ist die Themse, die nach Meinung des Rezensenten ähnlich wie die Seine ein sehr geheimnis- und mythenbeladenes Gewässer ist. Die Resultate von Horns Arbeit vergleicht der Rezensent mit "der Akte eines gewissenhaften Kriminalisten, der sich der Tatortsicherung verschrieben hat". Was sie für diesen Fotoband zusammengetragen hat, bietet für ihn auf jeden Fall reichlich Inspiration zum Reflektieren: "Was uns an diesen Bildern schwer oder tragisch erscheint, das müssen wir schon in uns selber tragen, die Bilder helfen uns nicht."
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