Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
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Klappentext
Dieses Buch kratzt am Image jener internationalen Markenfirmen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz besonders erfolgreich sind. Es deckt Machenschaften in Billiglohnländern auf, wo oft Menschenrechte verletzt und die Umwelt zerstört werden. Das Schwarzbuch Markenfirmen zeigt aber auch, welche Macht die Konsumenten haben, um die Konzerne zu einer Änderung ihrer Geschäftspraktiken zu zwingen. Deshalb enthält das Buch detaillierte Porträts der 50 "bösesten" Markenunternehmen sowie ein umfangreiches Produkt- und Firmenregister.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.01.2002
Als äußerst "verdienstvoll" preist Wolfgang Storz die Untersuchung über die globalen Geschäftspraktiken großer Konzerne. Dabei haben, wie der Rezensent betont, die beiden Autoren den "Seriositätstest" wohl schon bestanden, da keine der Firmen, deren weltweite Unternehmenspolitik an den Pranger gestellt wird, sich zu einer Klage entschlossen hätte und somit indirekt den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe bestätigt. Er lobt die Studie dafür, dass sie aufzeigt, "wie Globalisierung von unten aussieht", und er attestiert Werner und Weiss, dabei "fast nichts ausgelassen" zu haben.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.01.2002
Konzernschweinereien entlarvt der Band. Einem taz-Rezensenten gefällt das naturgemäß. Und so stört es Hermannus Pfeiffer auch wenig, dass er die ein oder andre vorgetragene Kritik bereits kennt. Außerdem sei die Ausdauer der Autoren ganz beachtlich (50 der beliebtesten internationalen Marken nehmen sie sich vor) und die "journalistische Radikalität", mit der sie "Kriegsgewinne, Sklavenarbeit und Umweltdreck" untersuchten, beeindruckend. Als "leicht geschriebene Aneinanderreihung von heiklen Tatsachen" kommt das Schwarzbuch daher, das beim Rezensenten übrigens schon Wirkung gezeitigt hat: In die Schokolade beißt er so schnell nicht mehr, ohne dabei an schuftende Kinder in Kakaoplantagen zu denken.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.10.2001
Als Wesen einer merkwürdigen Gattung definiert Brigitte Werneburg den Kunden: er ist zunächst mal Egoist, schreibt sie, denn er will preiswert einkaufen, potentiell am Kapital mitverdienen und dennoch ein gutes Gewissen haben. Das Käufergewissen spielt auch für die großen Konzerne mehr und mehr eine Rolle, weiß Werneburg, und wer als Kunde mehr über die großen Firmen und Weltmarken erfahren möchte, den verweist sie auf das hier angezeigte Schwarzbuch. Die Autoren seien ausgewiesene Journalisten des investigativen Fachs, schreibt Werneburg. Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass der Boykott nicht unbedingt das geeignete Druckmittel gegenüber den Konzernen ist, sondern vielmehr "ständiges, nervendes Nachhaken". Genauere nervtötende Anweisungen gibt Werneburg leider nicht, sondern verweist auf das vorliegende Buch.
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