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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ilse Aichinger

Kurzschlüsse

Wien. CD. Gelesen von Ilse Aichinger

Edition Korrespondenzen, Wien 2001
ISBN-10 3902113839
ISBN-13 9783902113832
CD, 18,51 EUR

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Klappentext

Wien ist ein zentraler Bezugspunkt von Ilse Aichingers Schreiben. In die Topografie dieser Stadt sind ihre Erinnerungen eingeschrieben, die "äußerste Geborgenheit" der Kindheit ebenso wie die "äußerste Bedrängnis" der Kriegszeit, als ihre jüdischen Verwandten deportiert wurden und sie die Stadt als 'Mischling ersten Grades' nicht verlassen durfte. Die in den fünfziger Jahren entstandenen Prosagedichte "Kurzschlüsse", die hier erstmals vollständig versammelt sind, umkreisen die verminten Stellen dieses Geländes. Sie umspielen sie drohend und verheißend, bis darin, im Hier und Jetzt des Kurzschlusses, weit entfernte Räume, Zeiten und Möglichkeiten aufscheinen. Bis Juden, die das Ghetto nicht verlassen können, vor dem geschlossenen Verladebüro ihr ersehntes Land finden und der Besatzungssoldat auf dem Kanal die Arche Noah vorbeifahren sieht.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.10.2001

Die Autorin Ilse Aichinger hat ihre Prosagedichte "Kurzschlüsse" als CD herausgegeben. Diese Gedichte liest sie selbst. Der Rezensent Andreas Nentwich ist sehr angetan von der Lesung, denn obwohl die Autorin äußerst zurückhaltend mit stimmlichen Mitteln umgeht, findet er, dass "alles klingt". Hier "schlägt der Funke der Poesie", so der Rezensent begeistert.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001

Zwei Textsammlungen von Ilse Aichinger bespricht Christiane Zintzen.
1) "Kurzschlüsse. Wien"
Die Sammlung von Prosagedichten, die in den fünfziger Jahren einzeln erschienen sind, ist nach Ansicht von Zintzen eine Sammlung von "Memo-Topografien", in der Aichinger bestimmte Orte der Stadt Wien, insbesondere den Dritten Bezirk, mit ihren Erinnerungen verknüpft. Diese seien in großem Maße von ihrer Vergangenheit als 'Halbjüdin' im Nationalsozialismus bestimmt. In einem der Sammlung beigefügten Essay von 1954 finde sich auch ihr "poetisches Programm", das im wesentlichen darin bestehe, das Bekannte fremd zu machen, was Aichinger in gewohnt direkter Weise auch tue. Hinzuweisen ist noch darauf, dass es "Kurzschlüsse" auch als CD gibt, gelesen von der Autorin.
2) "Film und Verhängnis"
In dieser Sammlung biografischer Notizen findet Zintzen (wie auch in den Filmglossen "Journal des Verschwindens") Aichingers "Wien-Topografie" wieder. Die Texte seien allerdings weder Essays noch Kritiken, sondern vielmehr "Beziehungsgeschichten zwischen Subjekt und Film", in denen es darum gehe, wie der Mensch im Film Zuflucht und Distanz zu sich selbst finde. Als wohltuend empfindet die Rezensentin hier wie auch in den "Journalen" das Zusammenspiel von Schärfe und Gelassenheit, und sie befindet begeistert, dass es sich bei diesen Werken Aichingers um "etwas Großes" handelt, "welches seinesgleichen weder suchen mag noch finden kann".

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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