Am Anfang waren die Alliierten. Deutschland war besiegt, besetzt, geteilt. Wie es gelang, das in seiner Souveränität stark beschränkte Land wieder zu einem souveränen Mitglied der Völkerfamilie zu machen, schildert Helga Haftendorn in einer ebenso fundierten wie allgemeinverständlichen Darstellung. Helga Haftendorn verfolgt den Weg der Bundesrepublik und in deren Kontext auch den der DDR von der Teilung bis zur Vereinigung und fragt nach den Motiven und Interessen deutscher Außenpolitik am Beginn des 21. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2002
Rezensent Tillmann Bendikowski hat die Darstellung der Entwicklung der Außenpolitik und der Souveränität der BRD von 1945 - 2000 mit Interesse gelesen und bescheinigt der Autorin, ihre Erkenntnisse "souverän" und "kenntnisreich" darzulegen. Bendikowski lobt die Studie als "zuverlässiges Handbuch", kann sich aber des Gefühls nicht ganz erwehren, dass die Autorin noch immer - wie schon Adenauer seinerzeit - vom Wunsch nach internationaler Anerkennung der bundesdeutschen Souveränität angetrieben wird.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.12.2001
Bereits im Titel ihrer Studie über die bundesrepublikanische Außenpolitik ab 1949 bis in die Gegenwart deutet Helga Haftendorn ihre grundlegenden Thesen an, ist der Besprechung von Christian Hacke zu entnehmen. Bis 1989 musste sich die Bundesrepublik - wie auch die DDR - den Zwängen des Kalten Krieges beugen, was sie einerseits einschränkte, ihr aber andererseits stärkere Souveränität verlieh, referiert der Rezensent. Der hält diese Studie für weitgehend gelungen, auf jeden Fall für "überlegenswert", gerade für die deutsche Außenpolitik im 21. Jahrhundert. Allerdings sieht er die Rolle der BRD bis 1989 aktiver als die Autorin und vermisst eine detailliertere und tiefgründigere Darstellung der Außenpolitik der DDR und der Politik im Kontext der Globalisierung.
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