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Klappentext
Aus dem Griechischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen, neu durchgesehen und bearbeitet von Günter Dietz. "To Axion Esti", das Hauptwerk von Odysseas Elytis, ist ein Himmelsstürmer: In dieser "Bibel der griechischen Nation" – so Mikis Theodorakis, der große Teile davon vertonte – stellt der Dichter das Schicksal seines Landes und den Weg zu einer neuen Freiheit dar. Er greift dabei auf keine geringeren Quellen zurück als die Dichtung der Antike, die Psalmen der Bibel, die orthodoxe Liturgie und die melische Dichtung der Byzantiner. Er schafft damit eine religiöse, ja mystische Atmosphäre. "To Axion Esti", das "Gepriesen Sei", mit dem das Loblied der Gottesmutter eingeleitet wird, durchzieht wie ein roter Faden dieses monumental anmutende Werk.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.10.2001
Tief religiös im modernen Sinn sind die Texte von Odysseas Elytis, schreibt Cornelia Jentzsch. Von ihm sind nun gleich zwei Gedichtbände auf Deutsch erschienen, die höchst verschiedene Schaffensphasen des 1996 verstorbenen griechischen Dichters repräsentieren. "Oxopetra Elegien/ Westlich der Trauer" und "To axion esti. Gepriesen sei". In diesem Gedichtband, so schreibt Cornelia Jentzsch, klingt der religiöse Subtext bereits im Titel mit: das Gedicht als Gebet, das nicht Gott, sondern die Schöpfung selbst preist, sich jedoch, so kommentiert Jentzsch, der Form halber der Tradition der Liturgie, Ode usw. bediene. "Gepriesen sei", so Cornelia Jentzsch, entstand im Lauf der fünfziger Jahre, wurde 1959 veröffentlicht und zu so etwas wie einer Nationalbibel, zumal der Zyklus von Mikis Theodorakis vertont und 1964 in Athen uraufgeführt wurde. Drei Erzählstränge macht Jentzsch aus: die Schöpfungsgeschichte, kunstvoll verknüpft mit der Poesie und der Nationalgeschichte Griechenlands. "Gepriesen sei" ist vor ein paar Jahren bereits bei Claassen erschienen, der gleiche Übersetzer hat seine Übersetzung noch einmal überarbeitet, so Jentzsch, und ist an einigen kleinen, aber wesentlichen Punkten zu neuen Resultaten gekommen. Im übrigen habe er ein interessantes Glossar beigefügt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2001
Odysseas Elytis erhielt 1979 den Literaturnobelpreis - und machte mit seinem Spätwerk nach Meinung des Rezensenten Harald Hartung die bemerkenswerte Ausnahme von der von T.S. Eliot formulierten Regel, dass "der Nobelpreis die Eintrittskarte zum eigenen Begräbnis" ist. Harald Hartung bespricht die beiden Zyklen aus den letzten Lebensjahren des Dichters. Die Wiederlektüre des Gedichtbandes "To Axion Esti / Gepriesen sei", so Hartung, zeigt dass "die Bibel der griechischen Nation" (Mikis Theodorakis) "immer noch zu beeindrucken vermag". In deutscher Sprache ist das Werk nun überarbeitet und, wie der Rezensent betont, "vorzüglich kommentiert" wieder veröffentlicht worden. Gewisse Schwächen im Großen, nämlich die etwas zu stark durchorganisierte Struktur, die auf strenger Zahlensymbolik fußt, sieht Hartung durch die noch immer vorhandene Kraft "vieler lyrischer Details" aufgewogen. Einen großen Gegensatz zum Grundzug der modernen Lyrik erkennt der Rezensent darin, dass Elytis "ein Dichter der Liebe und der Hoffnung" ist, der an das Vorhandensein "einer letztlich heilen Welt" glaubte.
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