Sechs Wochen reisten 103 Schriftsteller aus 43 Ländern mit der Eisenbahn quer durch Europa, vom äußersten Westen in den Osten und in die Mitte zurück. Das Resultat ist ein literarisches Puzzle Europas, hundert eigene Blickwinkel auf den Kontinent: Erzählungen, Impressionen, Fragestellungen und Beobachtungen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Tobias Gohlis kann diesem Reisetagebuch von 103 Autoren, die mit dem Zug quer durch Europa gereist sind, nicht viel abgewinnen. Zu deutlich sei in den einzelnen Texten die "Last der Gruppe" zu spüren, zu wenig werde von den Autoren auf ihrer Reise wirklich gesehen. Das wenige, das gesehen wird, ist Gohlis sprachlich nicht genau genug erfasst, besonders der Sinn für das "Fremde" scheint ihm unterentwickelt. Und so erscheinen ihm die Beiträge nur all zu oft als "Wiederkäuen und angestrengtes Vermeiden" von Reiseliteraturklischees. Dennoch, so Gohlis nachdrücklich, sind diese Reiseeindrücke lesenswert, denn sie vermittelt seiner Ansicht nach den "Bewusstseinszustand" von Europäern.
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