Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.02.2012, 15.59 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jean Bricmont, Alan Sokal

Eleganter Unsinn

Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen

Cover: Eleganter Unsinn

C. H. Beck Verlag, München 1999
ISBN-10 3406452744
ISBN-13 9783406452741
broschiert, 350 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

"Eleganter Unsinn" ist die sehr kritische Auseinandersetzung mit Texten von Jean Baudrillard, Gilles Deleuze, Félix Guattari, Luce Irigaray, Julia Kristeva, Jacques Lacan, Bruno Latour und Paul Virilio. Sokals Vorwurf an diese berühmten Intellektuellen lautet: Sie bedienen sich häufig naturwissenschaftlicher Begriffe, die sie selbst nicht verstehen. Damit nivellierten sie den Unterschied zwischen "richtig" und "falsch" und beförderten einen irrationalistischen Begriff von Wissenschaft.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999

Sokal - ist das nicht der amerikanische Physikprofessor, der 1996 schon mit einem absurden Aufsatz für "Social Text" dem postmodernen Establishment per mathematisch-physikalischem Wortgeklingel und honigsüßer Schmeichelei den Stinkefinger zeigte? Er ist es, schreibt Ulf von Rauhaupt, und der damals zum Skandal avancierte Artikel ist in diesem Band enthalten. Den mit halbverstandenen Sätzen aus der "Relativitäts-, Quanten- und Chaostheorie" als Metapher, Analogie oder reine Lyrik vermischten Diskurse von AutorInnen wie Lacan, Kristeva, Baudrillard und Irigaray werden hier von Sokal und seinem belgischen Mitstreiter noch einmal der Garaus gemacht. Wenn es auch gut klingt, Wissenschaft sei es nicht, schreiben die Autoren. Aber was ist Wissenschaft? Von Rauchhaupt muss da, bei aller Freude über die Entlarvung, feststellen, dass die Autoren einem allzu "naiven Tatsachenbegriff" anhängen, auch wenn ihre Kritik der Postmoderne sich auch noch so ernsthaft motiviert gibt als Warnung vor "Obskurantismus" und "Schwächung der politischen Linken".

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Archiv: Bücherschauen

Mit offenem Visier

22.02.2012: So spannend und lehrreich wie Siddharta Mukherjees Buch "Der König aller Krankheiten" wünscht sich die FAZ Medizingeschichte. Die FR liest bei Antonio Lobo Antunes nach, wie sich auch bei ihm eine igelige Frucht einnistete. Ganz schön perplex ist die taz nach Lektüre von Dietmar Daths und Barbara Kirchners Manifest "Der Implex". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

F.C. Delius: Als die Bücher noch geholfen haben

20.02.2012: Friedrich Christian Delius erzählt in seinen biografischen Skizzen "Als die Bücher noch geholfen haben" auch ein Stück Literaturgeschichte der Bundesrepublik, von Treffen mit Kollegen in Ostberlin, wie Bücher durch die Mauer geschmuggelt wurden, von den Grabenkämpfen der Linken und seiner Arbeit als Lektor. Lesen Sie hier, warum F.C. Delius kein Kritiker wurde und warum er 1966 in Princeton schwieg. Mehr lesen

Joachim Kalka: Die Katze, der Regen, das Totenreich

16.02.2012: Joachim Kalka sinniert über das Leben und seine unwiderstehlichen Seiten, etwa den Dialog: "Wir möchten Brautbilder haben ... - Wie viel? - Ein halbes Dutzend bitte. - Soviel wern ma gar net ham (Nimmt Bilder und zeigt sie her). - Von uns wollen wir doch Bilder haben, das sind wir ja gar nicht. - A so, von eahna wollens welche ham, ja de müssten aber extra angefertigt werden ... Diese Firmlingsbilder wern sehr gern gekauft - oder soll's was in Uniform sein?..." -  Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Katze, der Regen, das Totenreich". Mehr lesen

Tamta Melaschwili: Abzählen

13.02.2012: Gewitzt muss man sein, wenn man in Kriegszeiten nicht nur überleben, sondern auch noch Zigaretten und Klamotten will, wie die jungen Mädchen Ninzo und Zknapi im Debütroman der georgischen Autorin Tamta Melaschwili. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen

Archiv: Buchautoren