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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Hanns-Josef Ortheil

Lo und Lu

Roman eines Vaters

Cover: Lo und Lu

Luchterhand Literaturverlag, München 2001
ISBN-10 3630870945
ISBN-13 9783630870946
Gebunden, 346 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Hanns-Josef Ortheil erzählt Geschichten aus dem Leben seiner beiden Kinder Lotta und Lukas - von Anfang an bis zu ihren ersten Jahren in der Schule. Als Schriftsteller-Vater, der zu Hause arbeitet, ist er ein guter Beobachter und Mitspieler bei den kleinen Geschichten und Begebenheiten, in denen die Kinder die Hauptrolle spielen. Ehe er sich anfangs darüber Gedanken machen kann, wie das Alltagsleben in der größer gewordenen Familie organisiert werden soll, haben schon die Kinder die Regie im Haus übernommen...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2001

Der Roman eines berauschten Vaters, geschrieben "mit leichter Hand, mit vollem Herz", so die Rezensentin Alexandra Kedves über Hanns-Josef Ortheils neustes Buch. Überall nur hört und sieht der Vater seine Kinder, noch im Singen der ICE-Räder. Die Geschichte einer Obsession, bei der eines die Rezensentin sofort versöhnt: der Ton, die "Mischung aus fragloser Liebe, völliger Erschöpfung und gutmütigem Spott". Zum Schreiben kommt Ortheil darüber kaum noch - und doch hat er es, irgendwann, wie die Rezensentin erleichtert bemerkt, zurück an den Schreibtisch geschafft. Seine historische Romantrilogie schrieb er bereits als Vater, hier liefert er das Dokument seiner Vaterschaft. Und Kedves findet es "wunderbar ungekünstelt".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.11.2001

Angesichts dieses Romans über das Alltagsleben eines Vaters mit seinen beiden Kindern kommt Martin Luchsinger aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Wortreich bewundert er die "gelungene Mischung" der Gattungen, die "glasklare Sprache", das interessante Sujet, findet das Buch ganz und gar "geglückt" und preist den Autor als "Meister seines Handwerks". Durch den "leichten Hang zum Mythischen, zum Märchenhaften" werde das Alltagsgeschehen aufgewertet und dem Roman ein besonderer Reiz verliehen, so der Rezensent begeistert, der recht dankbar zu sein scheint, dass Ortheil diskret die profanen Seiten der Kinderfreuden wie volle Windeln und Babybrei verschweigt. Luchsinger betont, dass der Autor die Realität "idealisiert" und den Alltag "konsequent ästhetisiert", doch tue er dies mit einem Augenzwinkern, so der Rezensent angetan.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.10.2001

Ganz unterhaltsam findet Dieter Borchmeyer Ortheils Buch über seine Kinder und das, was er mit ihnen erlebt - auch wenn das Thema seiner Meinung nach durchaus etwas komprimierter Form abzuhandeln gewesen wäre. In diesem Umfang ist es nach Ansicht des Rezensenten zu viel des Guten, zumindest für "kinderfremde Leser". Die Frage, weshalb Ortheil sich dieser Thematik überhaupt annimmt - "darf man so affirmativ über ... Kinder schreiben, wie Ortheil es tut" - beantwortet Borchmeyer mit einem Zitat des Autors, in dem dieser selbstironisch bekennt, es sich "in der Postmoderne bequem gemacht" zu haben. Ansonsten lobt Borchmeyer die "einschmeichelnde Prosa" der beschriebenen Episoden. Das Lesevergnügen wird für ihn nur durch ein paar überflüssige Anglizismen und schlampige grammatikalische Ausdrücke getrübt, die der Rezensent dann auch ausführlich geißelt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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