Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Hanns-Josef Ortheil erzählt Geschichten aus dem Leben seiner beiden Kinder Lotta und Lukas - von Anfang an bis zu ihren ersten Jahren in der Schule. Als Schriftsteller-Vater, der zu Hause arbeitet, ist er ein guter Beobachter und Mitspieler bei den kleinen Geschichten und Begebenheiten, in denen die Kinder die Hauptrolle spielen. Ehe er sich anfangs darüber Gedanken machen kann, wie das Alltagsleben in der größer gewordenen Familie organisiert werden soll, haben schon die Kinder die Regie im Haus übernommen...
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2001
Der Roman eines berauschten Vaters, geschrieben "mit leichter Hand, mit vollem Herz", so die Rezensentin Alexandra Kedves über Hanns-Josef Ortheils neustes Buch. Überall nur hört und sieht der Vater seine Kinder, noch im Singen der ICE-Räder. Die Geschichte einer Obsession, bei der eines die Rezensentin sofort versöhnt: der Ton, die "Mischung aus fragloser Liebe, völliger Erschöpfung und gutmütigem Spott". Zum Schreiben kommt Ortheil darüber kaum noch - und doch hat er es, irgendwann, wie die Rezensentin erleichtert bemerkt, zurück an den Schreibtisch geschafft. Seine historische Romantrilogie schrieb er bereits als Vater, hier liefert er das Dokument seiner Vaterschaft. Und Kedves findet es "wunderbar ungekünstelt".
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.11.2001
Angesichts dieses Romans über das Alltagsleben eines Vaters mit seinen beiden Kindern kommt Martin Luchsinger aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Wortreich bewundert er die "gelungene Mischung" der Gattungen, die "glasklare Sprache", das interessante Sujet, findet das Buch ganz und gar "geglückt" und preist den Autor als "Meister seines Handwerks". Durch den "leichten Hang zum Mythischen, zum Märchenhaften" werde das Alltagsgeschehen aufgewertet und dem Roman ein besonderer Reiz verliehen, so der Rezensent begeistert, der recht dankbar zu sein scheint, dass Ortheil diskret die profanen Seiten der Kinderfreuden wie volle Windeln und Babybrei verschweigt. Luchsinger betont, dass der Autor die Realität "idealisiert" und den Alltag "konsequent ästhetisiert", doch tue er dies mit einem Augenzwinkern, so der Rezensent angetan.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.10.2001
Ganz unterhaltsam findet Dieter Borchmeyer Ortheils Buch über seine Kinder und das, was er mit ihnen erlebt - auch wenn das Thema seiner Meinung nach durchaus etwas komprimierter Form abzuhandeln gewesen wäre. In diesem Umfang ist es nach Ansicht des Rezensenten zu viel des Guten, zumindest für "kinderfremde Leser". Die Frage, weshalb Ortheil sich dieser Thematik überhaupt annimmt - "darf man so affirmativ über ... Kinder schreiben, wie Ortheil es tut" - beantwortet Borchmeyer mit einem Zitat des Autors, in dem dieser selbstironisch bekennt, es sich "in der Postmoderne bequem gemacht" zu haben. Ansonsten lobt Borchmeyer die "einschmeichelnde Prosa" der beschriebenen Episoden. Das Lesevergnügen wird für ihn nur durch ein paar überflüssige Anglizismen und schlampige grammatikalische Ausdrücke getrübt, die der Rezensent dann auch ausführlich geißelt.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







