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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Frank Huyler

Notaufnahme

Geschichten zwischen Leben und Tod

Cover: Notaufnahme

C. H. Beck Verlag, München 2001
ISBN-10 3406480799
ISBN-13 9783406480799
Gebunden, 174 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Frank Huyler erzählt von den Spuren und Irritationen, von den Augenblicken des Glücks und den Momenten der Hilflosigkeit, die die oft dramatische Arbeit eines Notarztes begleiten. Keine göttergleichen Ärzte und lebenskluge Patienten à la Emergency Room oder Chicago Hope spielen hier die Hauptrolle. Und vielleicht ist gerade dies das eigentlich Verstörende an Huylers Erzählungen: Zu erkennen, daß offenbar weder Arzt noch Patient zum Helden taugen. Ein Portrait der heutigen Medizin und ein Psychogramm der Begegnungen und Gefühle von Arzt und Patient.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2001

Eine gewisse Bewunderung schwingt mit, wenn Harro Albrecht anlässlich seiner Besprechung von Frank Huylers "Notaufnahme" fragt, wann bloß der Autor - bei seinem tagtäglichen Kampf um das Leben seiner Patienten - auch noch die Zeit finde, das alles aufzuschreiben. Die teils recht drastischen Geschichten zwischen "Reanimation und Leichenschauhaus" hat Huyler, wie unser Rezensent lobend konstatiert, "nüchtern", mit "leichter Hand" und ohne moralisch erhobenen Zeigefinger niedergeschrieben. Albrecht hebt insbesondere hervor, dass Huyler in seinen Geschichten darauf verzichtet, sich in der Art von "Sauerbruch-Verfilmungen" als Helden zu stilisieren oder "das Pathos von Fernsehserien wie Chicago Hope" zu übernehmen. Auch dass sich Huyler des kalten Zynismus des unter Jungmedizinern als Kultbuch gehandelten "House of God" von Samuel Shem enthält, findet Albrechts Anerkennung. Wo Shem unter dem immensen Druck verrohe, reagiere Huyler distanziert: "Manchmal besinnlich, gelegentlich melancholisch kreisen seine Gedanken um das Krankenbett."

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.09.2001

Julia Encke vermutet, dass man für Kurzgeschichten aus der Notaufnahme wohl nicht viel Fantasie braucht, da die Geschichten von selber kommen. Dass der Autor, der selber Arzt ist, mit seinen Geschichten weder an "ER", die Fernsehserie noch an die typischen Erzeugnisse schreibender Ärzte erinnert, überrascht sie positiv. Sie preist das Buch als "schön" und freut sich, dass der Autor alle Aufgeregtheit vermissen lässt und sich auch nicht an den erzählerischen Seziertisch begibt. Sie sieht sich durch die Texte an "Protokolle" erinnert und lobt, dass Huyler seine Phantasie dort spielen lässt, wo es um das innere Erleben seines Ich-Erzählers geht.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren