Herausgegeben von Florian Rötzer. Idee, Konzeption und Realisierung von Peter Felixberger. Im nächsten Jahrhundert verändert die ortlose und gleichzeitig globale Metropolis Cyberspace die Lebenswelt aller Menschen, weil das Netz selber zur Lebenswelt wird. Doch längst bahnen sich auf dem Weg zur Wissensgesellschaft Konflikte an: Informationen werden auch im Cyberspace umkämpft, die Überwachung seiner Bewohner wird immer leichter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2000
Von durchaus unterschiedlicher Qualität sind die zwölf Bände, die für den "lesenden, nachdenklichen, sich sorgenden" Expo-Besucher geschrieben sind, meint Thomas Eckardt. Es geht um die Gestaltung der Zukunft und allgemein ist man sich einig: einiges muss passieren, damit es den Menschen gut gehe auf Erden. Dabei haben dem Rezensenten, dessen Haltung zwischen Ironie und Ernst etwas schwankt, vor allem die Bände 5 (Harrison) und 7 (Lutzenberger und Gottwald) missfallen, weil es ihm da allzu esoterisch und gaia-mäßig hergeht. Dafür lobt er aber die "vier spannendsten Beiträge", nämlich die von Beck (Band 2), Brundtland (Band 9), Galtung (Band 12) und Rötzer (Band 6). Allen vieren widmet er kurze Zusammenfassungen ihrer Argumentation für "nachhaltige Entwicklung", die Offenhaltung des Internets, Vorschläge zur Weltregierung und den "neuen Universalismus" der Chancengleichheit. "Sympathisch ausgestattet" sind die Bände mit vielen Fotos und Tabellen und geben, "vorausgesetzt wir unternehmen endlich was Gescheites", durchaus "Grund zur Hoffnung" für die nächste Generation.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
Voller Fakten und Geschichten zum Internet, mit dessen Beschreibung und Wertung der Autor seine für ein breites Publikum gedachte "Techno-Beschreibungen" fortsetzt, schreibt Cord Barkhausen, zeigt sich vom Ergebnis jedoch enttäuscht. Die Forderung nach staatlicher Regulierung des Internet scheint ihm verspätet, der Zug der globalen Demokratisierung längst abgefahren; vielmehr stimmt er dem philippinischen Mitautor Roberto Verzola zu, der das Internet als "neue Erscheinungsform des Kolonialismus" sieht. Leider sind die weiteren fünf Autoren des Buches vom Rezensenten zwar erwähnt, werden aber nicht mit Namen oder Beiträgen vorgestellt.
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