Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Isabella König. MutterKind ist die Geschichte von Kate, die ihr erstes Kind erwartet und zugleich erfährt, dass ihre Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Sie erlebt in einem einzigen Jahr den strahlenden Beginn ihrer Ehe, die Geburt ihres Kindes und den Verlust ihrer geliebten Mutter. MutterKind ist ein Roman, der dieses Spannungsfeld durch genau geschilderte Ereignisse des täglichen Lebens wiedergibt, Ereignisse, die durch die Umstände eine tiefe zweite Bedeutung annehmen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2001
Was eigentlich ist ein "Gleichgewichtskuchen"? Eine Frage, die die ansonsten "geschmeidige" Übersetzung des Romans offen lässt. Zum Bedauern der Rezensentin, die an dem Roman selbst eigentlich nur die (von ihr auf den begrenzten Schauplatz zurückgeführten) Wiederholungen gestört haben. Das Thema der Mutterschaft (und des Todes) indessen findet Maria Frise in diesem "ungewöhnlich intimen Roman" glücklich behandelt. Jayne Anne Phillips finde für Entzücken, Zärtlichkeit, Trauer und Mitleid "schöne behutsame Worte, ohne sentimental zu werden." Im Zusammenspiel mit einer "großen stilistischen Sicherheit", erklärt Frise weiter, weite sich die Biografie einer jungen Frau und Mutter so zur Geschichte einer exemplarischen amerikanischen Mittelstandsfamilie aus, die "so lebendig und wirklichkeitsnah" selten beschrieben worden sei.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.11.2001
Günter Ohnemus verreißt den neuen Roman von Jayne Anne Phillips. Und wie! Auf über 400 Seiten walze die Autorin das Thema von Geburt und Tod aus, und das dann auch noch "brav und ordentlich herunterbuchstabiert". Phillips, die früher einmal mehr Qualität geliefert habe, scheine nun ihre Berufung als "Muttertier" gefunden zu haben, und neben dieser Priorität haben keinerlei gesellschaftliche und politische Belange eine Daseinsberechtigung, vermutet der Rezensent. Auch die Übersetzung von Isabella König habe ihre Schwächen, aber diese finden Gnade vor den Augen des Rezensenten, da sie bei einem derartig unzumutbaren Buch durchaus verständlich seien. Allein das Ende der Geschichte, als die Mutter stirbt, sei weniger schwach, was aber ausschließlich am Thema "Tod" und nicht an dessen literarischer Darstellung liege: "Der Tod wirkt hier wie ein fauler Trick, der ein Buch retten soll, an dem es nichts zu retten gibt", schließt Ohnemus garstig.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.09.2001
Die Autorin spannt die Fäden ihrer Erzählung zwischen die Pole Geburt und Tod, schreibt Katharina Granzin und rät dem Leser, trotz dieses an sich wenig spektakulären Erzählausschnitts, lieber kein "klassisches Storytelling" zu erwarten: "Es gibt keinen Plot, keine sorgfältig vorbereiteten Spannungsbögen, keine überraschenden Wendungen." Macht aber nichts, findet unsre Rezensentin, die sich an "Lebendigem in vielen Schattierungen" schadlos hält und an einer von großer Sensibilität und Beherrschtheit zeugenden "präzisen, knappen Sprache". Dass ausnehmend viel geredet wird in diesem Roman, scheint ebenfalls Sinn zu machen, da der Autorin durch den Dialog die "implizite Charakterisierung der Figuren und ihrer Beziehungen untereinander" gelinge. Bleiben zwei Punkte der Kritik: Die einer "unverblümt matriarchalischen Perspektive" entspringende schwache Zeichnung der männlichen Figuren. Und eine Übersetzung, die in den Augen der Rezensentin der Klarheit des Originals nur bedingt gerecht wird.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







