Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Randolf K. soll auf Wunsch seiner reichen Erbtante, die mit dem Verfassen von Trivialromanen ein schier unglaubliches Vermögen angesammelt hat, einen Familienroman schreiben. Natürlich gegen ein fürstliches Honorar, das ihn endlich von seinen Schulden erlösen würde. Doch wo um alles in der Welt soll man anfangen, in einer Familie wie dieser? Bei Alexander K., der an einem bis heute unbekannten Bakterium zugrunde ging, das sich in einer der zahlreichen Konservenbüchsen versteckt hielt, die er regelmäßig zu leeren pflegte? Oder am Sadomasochisten Gandolf?
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Ingomar von Kieseritzky bei C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.02.2002
Ein Familienroman - das funktioniert schon lang nicht mehr. Darüber sind sich Autor und Kritiker einig. Darum schreibt Kieseritzky "seinen" Familienroman denn auch "als Buch im Buch und als Dokument des Versagens", weshalb wiederum Lutz Hagestedt hellauf begeistert sein kann über diesen Roman. Kein Familienroman also. Stattdessen würdiger Teil eines von Hagestedt sehr geschätzten Oeuvres. Das liegt zum einen am enzyklopädischen Blick des Autors auf das menschlich Fragwürdige und Abgründige, zum andern, gibt uns der Rezensent zu verstehen, liegt es an seiner stilistischen Eleganz. Einen "Vermeer des Wortes" nennt Hagestedt ihn, weil Kieseritzky noch die mannigfachen organischen Unpässlichkeiten seiner Figuren (zu hohe Stuhlfrequenz z.B.) "sehr lecker und anschaulich" darbietet. Nun ja. Dass es auch anderweitig "überaus sinnlich" zugeht im Buch, versichert uns der Rezensent, und, ehrlich: "Das einzige, was an diesem Buch nicht geglückt ist, ist die Umschlaggestaltung." Was für ein Kompliment!
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001
Der "englischste Humorist, den wir Deutschen haben", schwärmt Gabriele Killert von Kieseritzky, in jedem Fall sehr "sophisticated" und wegen seiner sehr ironischen, haarsträubenden, komischen Geschichten über seltsame Menschen von einem kleinen Publikum, zu dem wir Frau Killert rechnen, hoch verehrt und vom großen Lesepublikum geschmäht. Killert bricht also eine Lanze für diesen ironiefähigen Schriftsteller, der für sie nach dem Motto schreibt: "nur eine verlorene Sache kann einen Gentleman interessieren". Nachdem von Kieseritzky bereits Travestien des Bildungs-, Reise- und Liebesromans geschrieben hat, begibt er sich hier auf das Terrain des Familienromans, heißt es bei Killert, wobei der Roman im Roman natürlich tragisch und vorzeitig scheitern muss. Kieseritzkys Bücher weisen ins Humoreske und Groteske, meint Killert; lesen mag ihn, wer nicht "seine Lebensprosa" in Romanen wiederzufinden trachtet, sondern Sinn für Phantastisches und Komik hat.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.08.2001
Eberhard Falcke kann dem neuen Roman Kieseritzkys einiges abgewinnen: Er sei unterhaltsam, komisch und amüsant. Jedenfalls bis zur Hälfte. Dann jedoch vermisse man eine konzentrierte Hauptlinie, der Autor verzettele sich allzu sehr in seine skurrilen Typen - den Mittfünfziger Randolf von K. und seine steinreiche Tante Milly. Ein Familienroman soll Randolf auf Geheiß seiner Tante schreiben, und zwar "in der schönen Manier von Agatha Christie!" Leider versagt er, und nicht nur das: Er stirbt, und zwar ausgerechnet im Orient-Express. Da der Literatur liebende Schaffner Vicovic Randolfs Aufzeichnungen stiehlt, komme der Leser in den Genuss dieser Geschichte ...
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Archiv: Bücherschauen
Golden german tor lass uns ein als große fisch
10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







