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Han Sen
Ein Chinese mit dem Kontrabass
Klappentext
Mit einem Nachwort von Gerd Ruge. Im Berlin der zwanziger Jahre aufgewachsen, fühlt sich der junge Chinese Han Sen als waschechter Berliner. Doch mit Hitlers Machtergreifung findet die idyllische Kindheit ein jähes Ende, denn der Vater nimmt ihn gegen seinen Willen mit nach China. Mit einem Mal ist Han Sen in eine andere, fremde Welt katapultiert. Der heranwachsende Han Sen gerät in die Maschinerie der chinesischen Kommunisten, arbeitet für Maos Stellvertreter Zhou Enlai als Übersetzer und Sekretär und studiert schließlich in der Höhlenstadt Yan'an.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.11.2001
Wer viel herumgekommen ist, muss das mit markanten Worten beschreiben, scheint Rezensent Alexander Menden zu denken. Gleich zweimal weist er darauf hin, dass der Autor nicht nach den Sternen greife, sondern sachlich und "undramatisch" seinen Lebensweg schildere. Han Sen habe nicht seine Memoiren aufschreiben wollen, sondern von seiner "langen, ungewöhnlichen Reise" berichten wollen, meint der Rezensent. Diese Reise führte den Autor von Berlin über die Schweiz, Chongqing und die Sowjetunion zurück in die damalige Hauptstadt der DDR. Das "ständige Anderssein" hat es Han Sen erleichtert, auf Abstand zur politischen Ideologie Chinas zu bleiben oder Kontakt zu Ausländern zu knüpfen, notiert der Rezensent. Er findet diese Odyssee "klarsichtig" und "wohltuend uneitel" von Han Sen erzählt.
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