Der Aphorismusforschung mangelt es trotz großer Fortschritte in den achtziger und neunziger Jahren nach wie vor an literarhistorischer Klärung. So verstehen sich die vorliegenden Studien als Bausteine zu einer Geschichte des deutschsprachigen Aphorismus im 20. Jahrhundert. Es sind Beiträge zum expressionistischen Aphorismus, zum Aphorismus in der Zeit des Nationalsozialismus, zu literarischen Kleinformen an den Gattungsgrenzen von Lyrik und Aphorismus in der Literatur nach 1945.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2001
Der mit dem Kürzel rh. zeichnende Rezensent freut sich in seiner Kurzkritik, dass endlich der bisher vernachlässigte deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert untersucht wird. Friedemann Spickers "drei umfangreiche Studien" befassen sich mit dem expressionistischen Aphorismus, dem Aphorismus im Nationalsozialismus und dem Verhältnis von Aphorismus und Lyrik nach 1945, erklärt der Rezensent. Das Ergebnis scheint ihn zu befriedigen, denn er freut sich schon auf das "imposante" literaturwissenschaftliche Bauwerk des Autors, zu dem diese Studien nur Bausteine seien.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…