New Economy, das bedeutet nicht nur Internet und unbeschränkter Zugriff auf Informationen für alle, sondern auch weltweit wirtschaftliches Wachstum. Doch die dramatische Talfahrt der Hightech-Werte an den Börsen lässt Zweifel an diesem Boom aufkommen. Ist bereits zu Ende, was lange als Zukunft der Wirtschaft gepriesen wurde. Michael Mandel analysiert, was an den Märkten zur Zeit wirklich vor sich geht, und gibt Antworten auf folgende Fragen: Warum war die Krise der New Economy unausweichlich? Wie lange wird die Durststrecke an den Märkten dauern? Was müssen Anleger, Manager, aber auch Arbeitnehmer wissen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2001
Hanno Beck stellt zunächst einmal fest, dass das Buch, das im Original bereits im vergangenen Jahr erschienen ist, nicht mehr in jedem Punkt aktuell ist. Dennoch findet er es durchaus lesenswert und lobt es als "leichtfüßige, originelle Analyse der Neuen Ökonomie". Aufschlussreich findet er zum Beispiel Mandels Erläuterungen über die Zyklen in den Neuen Ökonomie, bei denen sich neue Technologien, erleichterte Zugänge zu den Kapitalmärkten und Hochkonjunktur mit einer technischen Stagnation und einem Versiegen des Kapitalflusses, einer nachlassenden Produktivität und zunehmenden Inflation abwechseln. Beck sieht hier "einige wichtige Zusammenhänge" einleuchtend dargestellt, allerdings findet er Mandels Vorschläge gegen den "New-Economy-Kater (...) banal", etwa wenn er für eine "expansive Geld- und Fiskalpolitik" plädiert. Denn gerade in der "laxen Geldpolitik" sieht der Rezensent beispielsweise eine der wesentlichen Ursachen für die konjunkturelle Krise. Auch der Begeisterung des Autors für Alan Greenspan kann sich Beck nicht bedingungslos anschließen, da er diesen für die derzeitige Krise mitverantwortlich macht. Ähnliches lässt sich über Mandels Polarisierungen zwischen New und Old Economy, alt und jung, alt und neu etc. sagen.
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