Mit einem Nachwort von Hanns-Josef Ortheil und farbigen Abbildungen. Edith Wharton (1862 bis 1937), die große amerikanische Schriftstellerin, war eine passionierte Italienreisende. Sie erforschte mit dem Zug, mit der Kutsche und schließlich, nach 1904, mit dem Automobil die verborgensten Winkel dieses Landes. In den Reiseberichten dieses Bandes paart sich der kunstgeschichtlich geschulte Blick einer Kennerin mit dem souveränen Stil einer großen Dichterin. Es sind kluge, oft witzige Betrachtungen über die Faszination Italiens und seiner Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2001
Von Baedeker und Co. hat der Rezensent aber genug. Um so glücklicher zeigt er sich über dieses Buch "aus der höheren Kunstschule des Reisens", das die Leser "mit einem unaufdringlichen, ganz und gar nicht gebieterischen 'Wir' zu Reisegesellen macht". Richtig aufregend findet Volker Breidecker die "stupende und stets mit der Erinnerung an früher und anderswo Geschautes verbündete Intensität" der hier zugrundeliegenden Wahrnehmung, weil sie ihn an Erkenntnissen teilhaben lässt, die den Nerv der italienischen Kunst und Kunstlandschaften treffen, und die, wie er schreibt, der akademischen Kunstgeschichte zum Teil um Jahrzehnte vorausgreifen. Gefallen hat dem Rezensenten ferner die "souveräne Leichtigkeit und sprachliche Eleganz" Whartons. Verglichen damit wirke sogar Aby Warburg bemüht.
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