Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2001
Gar nicht wenig, was dieser Band zu leisten vermag. Matthias Müller erkennt in ihm nicht nur eine Studie zur Geschichte der Kunstbetrachtung, die den "zentralen Nerv im Selbstverständnis wissenschaftlich betriebener Kunstgeschichtsschreibung trifft", und eine materialreiche Übersicht über die "Annäherungen an eines der bedeutendsten Skulpturenensembles", sondern auch eine Grundlage, mit deren Hilfe künftige Arbeiten "einen Querschnitt durch die Rezeptionsgeschichte der bildenden Kunst verwirklichen können". Dass der Autor sein Werk garniert mit "wichtigen Beobachtungen zur sprachlichen Entwicklung von Kunstbeschreibungen und zur Geschichte und Funktion der Nachzeichnungen" und zudem den Wert des Non-finito von Michelangelos Skulpturen erkennt und für seine eigene Arbeit zu nutzen weiß, rechnet Müller ihm hoch an.
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