Aus dem Französischen von Thomas Minssen. Eltern erzählen ihren Kleinen oft, wie lieb und nett sie selber als Kinder gewesen seien. Dass sie selbstverständlich nie die Katze am Schwanz gezogen oder auch nur ein schmutziges Wort in den Mund genommen hätten, dass sie zu alten Damen immer höflich und zu Papa und Mama immer gleich lieb gewesen seien. Und dass sie selbstverständlich stets alles aufgegessen und abends ohne Probleme sofort geschlafen hätten. Dieses Buch handelt von einer Mama, die, wenn man ihren Erzählungen Glauben schenkt, ebenfalls ein überaus braves Mädchen war. Die Bilder jedoch erzählen eine andere Geschichte. Eine, die allen Kindern gut tut. Und ihren Mamas ? und Papas ? erlaubt, nicht immer die Helden sein zu müssen.
Ein Bilderbuch zum Feixen. Ein Buch, das Mama-Lügen aufdeckt, und zwar "pointiert Stück für Stück", wie Monika Klutzny erklärt, die von dem Buch begeistert ist. Begeistert haben sie die "irrsinnig komischen", entlarvenden Bilder ebenso wie die "pädagogisch motivierten Schwindeleien", mit denen der Verlag, wie wir lesen, nun schon in die dritte Auflage geht (was die Rezensentin vor allem den Müttern und den Töchtern verdanken will). Wo die Kleinen jauchzen und die Großen (Mütter) stumme Zustimmung nicken, meint die Rezensentin, sollte vielleicht an eine Fortsetzung gedacht werden - väterlicherseits dann.
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