Liber de pomo. Buch vom Apfel

Lateinisch-Deutsch
Cover: Liber de pomo. Buch vom Apfel
Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783465031055
Broschiert, 203 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

Durch diese mit einer Einleitung und einem Kommentar versehene Übersetzung macht Elsbeth Acampora-Michel die wichtige pseudoaristotelische Schrift De pomo einem breiteren Publikum zugänglich. Der Text schildert die Szene vom Tod des Aristoteles und lehnt sich damit eindeutig an den platonischen Phaidon an: Der dem Tode nahe stehende Aristoteles schöpft durch das Einatmen des Geruches eines Apfels für kurze Zeit neue Lebenskraft, die ihn befähigt, seinen am Sterbebett versammelten Schülern die wesentlichen Inhalte seiner Philosophie als Vermächtnis weiterzugeben. Interessant ist De pomo einmal wegen der Themen wie das Schicksal der Seele nach dem Tod, die Unsterblichkeit der Seele, die Ewigkeit der Welt und der Selbstmord. Dass Aristoteles dabei den Selbstmord ablehnt und auch selbst wie ein frommer Christ stirbt, war im Mittelalter zudem entscheidend für ein neues Bild des umstrittenen Philosophen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.08.2001

Albert von Schirnding meint zwar, dass diese im Mittelalter hochberühmte Schrift "nicht ganz zu Unrecht" in Vergessenheit geraten sei, doch lobt er die Lektüre des zweisprachigen lateinisch-deutschen Buches, in dem Aristoteles seinen Schülern auf dem Sterbebett letzte Unterweisungen gibt, trotzdem als "lohnend", weil sie antike und mittelalterliche "Lebens- und Sterbehilfe" zusammenfasst und vermittelt. Wie so oft seien die Einleitung und der Kommentar des Traktats allerdings interessanter als der Text selbst, so der Rezensent, der die Herausgeberin besonders für ihr "umfangreiches" Vorwort lobt, in dem die überaus komplizierte Überlieferungsgeschichte nachvollzogen werde.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2001

Dies vor dem 13. Jahrhundert im arabischen Raum entstandene pseudoaristotelische Buch ist eine Variante des platonischen Phaidon: eine Variante deshalb, weil nicht Sokrates, sondern Aristoteles hier stirbt und über das Sterben philosophiert. Der Apfel spielt eine wichtige Rolle: am Ende fällt er Aristoteles aus der Hand und "der fallende Apfel ist Metapher und Tod zugleich". Die kurze Kritik von "lx." annonciert das Buch im wesentlichen nur, der Rezensent weist noch auf die mediävistisch wie altphilologisch bewanderte Herausgeberin, Elsbeth Acampora-Michel, hin.
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