Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Michael Krautzberger, 350 teils vierfarbigen Abbildungen, Index, japanisch-deutschem Glossar, englischem Resümee. Ein Blick nach Japan lohnt - insbesondere in einer Zeit, in der Fragen einer sozial, ökonomisch, ökologisch und kulturell nachhaltigen Stadtentwicklung im Vordergrund der nationalen und internationalen Diskussion über die Zukunft der Städte stehen. Intensive Recherchen vor Ort, Diskussionen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie die Auswertung umfangreicher japanischer Quellen und Literatur haben das erste Grundlagenwerk zur Stadtplanung in Japan außerhalb des japanischen Sprachraums entstehen lassen. Eingebunden in planungstheoretische Reflexionen und planungskulturelle Vergleiche zu Europa und den USA liegt der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich Stadtumbau und Stadterneuerung. Detailliert vorgestellt werden 16 Projekte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.06.2001
Robert Kaltenbrunner ist sich ganz sicher: Die Mammutstudie der Geografin Uta Hohn über die Stadtplanung in Japan ist ein Standardwerk zum Thema. Das mag vielleicht darin begründet sein, dass sich urbanistische Debatten bisher meistens auf die USA und Europa konzentrierten und Hohn somit eine wichtige Facette hinzusteuern würde, mutmaßt der Rezensent. Denn gänzlich löblich fällt seine Kritik an der Abhandlung nicht aus. Trotz aller Akribie und profunden Kenntnis sei die Autorin doch einer gewissen Einseitigkeit verfallen und nehme die Japaner mit ihrer "chaotischen Bauweise" etwas zu sehr in Schutz, meint Kaltenbrunner. Und über ein bißchen mehr "Esprit" in der sehr langen Lektüre wäre der Rezensent auch erfreut gewesen. Abgesehen von dieser Kritik empfiehlt er aber doch den Band von Hohn, zumindest denjenigen, die sich gerne auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Geschichte der modernen japanischen Stadtplanung begeben möchten.
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