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Klappentext
Mit 88 s/w Abbildungen. Wodurch sind die Gärten von Jenny Holzer, Dan Graham, Paul McCarthy, Tobias Rehberger, Peter Fischli und David Weiss charakterisiert und welche Gartenkunstauffassung verbirgt sich dahinter? Welche Bedeutung und Funktion haben Künstler-Gärten im künstlerischen Produktionsprozess des ausgehenden 20. Jahrhunderts? Diesen Fragen geht Brigitte Franzen in ihrer Ideengeschichte des Gartens nach, in der sie eine symptomatische Verquickung von Naturbildern mit neuen technologischen Errungenschaften aufzeigt. Gerade in den letzten Jahren beschäftigt der Garten zahlreiche zeitgenössische Künstler vom realen Gartenbau bis in digitale Bildwelten hinein. Gartenkunst bearbeitet eine vierte Natur, die sich vom Garten als romantisiertem "natürlichem" Sehnsuchtsort distanziert und modellhaft an der Schnittstelle von Kunst und Öffentlichkeit operiert.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2001
Barbara Basting ist zwar der Ansicht, dass diese Studie etwas theorielastig ist und darüber hinaus von Beispielen zu sehr überwuchert wird, doch insgesamt lobt sie den besonders hohen Informationsgehalt des Bandes sowie Franzens "stupenden Überblick über das zeitgenössische Kunstgärtnern". Franzen mache durchaus deutlich, was das Kunstgärtnern ausmacht, und besonders ihre Überlegungen zum "Verhältnis von realem Raum und Kunstraum" findet die Rezensentin "auch methodisch ertragreich". Die Interpretationen der Autorin hätten nach Bastings Ansicht jedoch bisweilen etwas knapper ausfallen können, doch bescheinigt sie Franzen dabei einen offenbar recht informativen Detailreichtum. Insgesamt lobt die Rezensentin einen enormen "analytischen Scharfblick (und) auch ein ausgeprägtes kunstpolitisches Bewusstsein" der Autorin. Bedauerlich findet sie lediglich die etwas mühselige Lesbarkeit, stilistische Schwächen und zahlreiche Orthografie- bzw. Grammatikfehler.
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