Das "Haus der Japanischen Kultur (EKO)" in Düsseldorf ist ein Ort des wissenschaftlichen Dialogs zwischen östlichen und westlichen Kulturen. Diesen Dialog dokumentiert "Horin". Im vorliegenden Band sind Beiträge dreier Symposien gesammelt, die im Herbst 1996, im Frühjahr 1997 und im Herbst 1997 im EKO-Haus der Japanischen Kultur, Düsseldorf, stattgefunden haben. Zwei dieser Symposien waren dem Thema "Kausalität: Ursache und Wirkung im buddhistischen und westlichen Denken" gewidmet, das dritte dem Thema "Lebensformen und Lebensbilder in Japan".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.05.2001
Ludger Lütkehaus fischt einen "bemerkenswerten Aufsatz" von Eiji Kawano aus dem nunmehr siebten Band der dem Komparatismus verpflichteten Zeitschrift heraus. In diesem geht es um zwei zunächst einander höchst fremd wirkende Phänomene: um den Selbstmord eines modernen Samurai in Gestalt von General Nogi, der im russisch-japanischen Krieg eine "blutige Materialschlacht" geschlagen und anschließend rituellen Selbstmord verübt hat. Diese Geschichte hat wiederum Karl Kraus in einem Text namens "Harakiri und Feuilleton" gnadenlos verwurstet und dabei, so Lütkehaus, kein schäbiges Klischee ausgelassen. Die unterschiedlichen Traditionen, Ideologien, Sichtweisen des Wiener Feuilletonisten und des japanischen Generals würden auf erhellende Weise herausgearbeitet, schreibt Lütkehaus lobend. Kraus aber habe nach "Fackel"-Maßstäben sein eigenes Feuilleton-Harakiri begangen.
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