Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Der Band umfasst nicht nur Kolumnen, sondern Betrachtungen, Essays u.a.. Inhaltlich ordnet Max Goldt seine Gegenstände diesmal gemäß der klassischen philosophischen Unterscheidung von gottgeschaffener und menschengeschaffener Welt, schlichter gesagt: von Natur und Kultur.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.01.2002
Bücher von Max Goldt sind wie Bücher von Max Goldt. Eine schöne Tautologie von Dirk Fuhrig, die dem eingeweihten Leser sagen soll, was er eh schon weiß: Zwischen den Buchdeckeln schimmert stilvoll formuliertes Geschliffenes, brillante Einfälle, elegante Satzkonstruktionen ... Verblüffendes aber auch, wie in dieser neuesten Kompilation von Titanic- und anderen Kolumnen, weil selbst altgediente Goldt-Leser wie Fuhrig immer wieder staunen können, wie dieser Autor "die Höhen des Literarischen mit den Trivialitäten der Comedy (vereint)", und sein "transparenter Stil" die Klippen des Schwulstes umschifft. "Die Sujets an sich sind nicht so wichtig". Wichtig dagegen ist: Dieser Band zeigt "den Kolumnen- Großmeister auf der Höhe seiner Kunst". Die paar "schrecklichen Fotos", die der Meister dem Band beigefügt hat, übersehen wir da geflissentlich.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.06.2001
Groß war der Kummer der Goldt-Fans, zu denen offensichtlich auch Rezensent Manfred Papst zählt, als der Autor 1998 seine "Titanic"-Kolumne einstellte. Aber hier und da und in der "Titanic" schreibt er immer noch, so dass Goldts Kolumnen weiterhin in Buchform erscheinen werden. Diesmal sind Texte aus den Jahren 1998 bis 2000 dabei, informiert uns Papst; in bewährter Qualität, so befindet der Kritiker. Er bewundert an Goldt, was ihn in seinen Augen von anderen Kolumnisten unterscheidet: die subtile Art, das Fehlen jener "aufgesetzten Souveränität", die einem sonst die "Schmunzelprosa verdirbt". Bei den versammelten Texten lasse sich aber auch sehen, dass Goldt nicht alle Themen gleich liegen: Da wo sich Goldt auf Reisen begebe, nach China beispielsweise, und ihm der heimische Kontext zur präzisen Situierung fehle, drohten seine Texte auch schon mal zur "anekdotischen Mäkelei zu verkommen". Ansonsten: große Begeisterung und leichtes Erschrecken, wie schnell Texte Patina ansetzen können (ohne deshalb erledigt zu sein), so bei Goldts Erörterung über das Verkommen der Schriftkultur im Zeitalter des Faxes.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.05.2001
Dieter Hildebrandt hat diesen Band, "Science-Fiction aus unseren eigenen vier Wänden", offenbar mit dem größten Vergnügen gelesen. Dabei hält er es für überflüssig, auf ein Neues auf Goldts speziellen Witz einzugehen - von der Tatsache abgesehen, dass er Goldt als jemanden beschreibt, der "jeden Tag neu bei sich" ist, was für ihn eine Mischung zwischen Abenteuer und Improvisation zu sein scheint. Die Stärken Goldts liegen für Hildebrandt offenbar vor allem in dem Mut, sich an Trends jeglicher Art völlig desinteressiert zu zeigen. Stattdessen beschäftigt sich Goldt, wie der Leser erfährt, vor allem mit Haushaltsgeräten: Spülmaschinen und Staubsaugern wird hier "in der Literatur endlich zum Durchbruch" verholfen und die Ernte des "Wunderstaubsaugers Dyson DC 02 mit dual cyclone technology" freudig begutachtet. Kurz und gut: Hildebrandt ist begeistert angesichts so viel "avantgardistischer Betulichkeit".
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







