Mit CD. "Dein ist mein ganzes Herz". "Grüß mir mein Wien". "Gern hab' ich die Frau'n geküsst". Jeder kennt die Melodien, die Richard Tauber zum Weltstar machten. Aber wer war er wirlich, der Mann mit der goldenen Stimme? Wieso musste der Mann mit dem berühmten Monokel Deutschland verlassen? Und warum ist er, der Millionen verdiente, verarmt gestorben? In seiner Biografie erweckt Michael Jürgs eine Legende wieder zum Leben und zeigt am Schicksal Taubers ein Stück Berlin zwischen den goldenen zwanziger Jahren und Hitlers Machtergreifung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.05.2001
Von Michael Jürgs Biographie über Richard Tauber hält Axel Brüggemann nicht allzu viel. Zwar lasse sich das Buch mit dem für seinen Geschmack schmalzigen Titel "Gern hab ich die Frau'n geküsst" gut zur beigelegten CD schmökern, aber ein bleibendes Monument setze der Autor dem Operettenstar nicht, konstatiert der Rezensent. Und nur zuweilen gelinge ihm ein "griffiges Gesellschaftsgemälde" der Zeit, in der die "millionenschwere Goldkehle" Tauber auf dem Höhepunkt seiner Karriere war. Brüggemann mißfällt schließlich auch, wie der Autor Details aus Taubers Intimsphäre genüsslich ausschlachtet.
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