Dieses Buch führt in die Grundlagen des ökonomischen Denkens ein, einer Methode, die sich generell auf die Analyse menschlichen Verhaltens in der Gesellschaft anwenden lässt. Fragen der Erklärung und Gestaltung der Spielregeln unseres Zusammenlebens können auf diese Weise einer rationalen Behandlung zugänglich gemacht werden. Ökonomik wird insofern zu einer allgemeinen Theorie gesellschaftlicher Interaktion auf der Grundlage individueller Vorteils-/Nachteils-Kalkulationen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2001
Norbert Tofall versichert in seiner Besprechung, dass dieses Buch eine "Lücke" schließe, die der Ordo-Liberale Walter Eucken noch offengelassen hat. Eingeführt wird in eine Interaktionsökonomik, die im Buch am Beispiel des schiffbrüchigen Robinson erläutert wird, so Tofall. Robinson hat auf seiner Insel kein anderes Problem, als seine viele Zeit und die knappen Ressourcen einzuteilen. So scheinen die meisten Wirtschaftswissenschaftler auch die Ökonomik zu sehen, wenn wir Tofall richtig verstehen: Knappe Ressourcen, die durch individuelle Handlungen zum Vorteil eines Einzelnen ausgebeutet werden. Doch der Mensch ist keine Insel! So werde durch die Ankunft Freitags deutlich, dass die Interessenkonflikte zwischen konkurrierenden Parteien der Kern des ökonomischen Problems sei. Und hier kommt die Interaktionstheorie ins Spiel. Denn sie untersucht laut Tofall, welche "Chancen und Probleme" beim Zusammenleben mehrerer Akteure entstehen und wie Kooperationsgewinne sichergestellt werden können.
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