Aufgabe des Instituts für Kosmosforschung war es, die Präsenz der DDR im Weltraum umzusetzen. Durch den politischen Umbruch liegen heute für diesen Wissenschaftsbereich der DDR ehemals als Verschlusssachen behandelte Akten offen, und Forschungsprojekte, die strengster Geheimhaltung unterlagen, sind jetzt gut dokumentierbar. Durch Nachforschungen in Archiven, ergänzt durch Gespräche mit früheren Entscheidungsträgern und Forschern, gelingt es der Autorin, Organisation und Arbeitsweise des Instituts für Kosmosforschung aufzuzeigen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2001
Die Raumfahrtsforschung der DDR hatte Weltniveau, berichtet Günter Paul in seiner Besprechung. Dies lag nicht zuletzt an der engen Zusammenarbeit mit der Sowjetunion, die beispielsweise den DDR-Forschern Geräte verschafften, die in Ostdeutschland nicht verfügbar waren. Doch das Institut für Komosforschung leistete durchaus auch eigene wertvolle Beiträge, referiert der Rezensent. So entwickelte das Institut etwa eine Mulitkspektralkamera MKF-6, die laut Paul "international anerkannt" war, und mit Sigmund Jähn schickte man 1978 den ersten Deutschen ins All. Aber auch von Schwierigkeiten wisse die Autorin zu berichten. So verlangte die Sowjetunion mehr Grundlagenforschung, während sich die DDR-Forscher mehr für wirtschaftlich verwertbare Entwicklungen interessierten. All dies belegt die Autorin mit "exemplarischen Beispielen", lobt Paul und versichert, dass der Band einen "hervorragenden Einblick" in die Raumfahrtsforschung der DDR bietet.
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