Aus dem Französischen von Sigrid Groß. Matapari ist Drilling und kommt, beinahe vergessen im Bauch seiner Mutter, zwei Tage später zur Welt als seine beiden Brüder: am 20. Jahrestag der Unabhängigkeit. Unbekümmert und witzig erzählt der Junge von den Verwicklungen, die sich daraus ergeben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.04.2001
Oralität prägt diesen Roman des Kongolesen Emmanuel Dongala. Nicht nur spreche der Protagonist der Geschichte den Zuhörer zuweilen direkt an, erklärt uns Heinz Hug, sein Erzählstil sei zudem naiv, musikalisch, mit Wiederholungen, Abschweifungen und manchmal mit einem Hauch von Geschwätzigkeit. Noch nicht alles: Der Rezensent erfreut sich ebenso an der Technik des Bewusstseinsstroms und an der Intertextualität (Garcia Marquez!) des Romans. Doch wie unterhaltend diese Familiengeschichte aus dem postkolonialen Afrika auch sein möge, schreibt Hug, der Humor mildere Dongalas in der Charakterisierung der Demokratiebestrebungen auf dem Kontinent sich zeigenden Pessimismus hinsichtlich politischer Entwicklungen in Afrika doch nur geringfügig.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…