Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 13.02 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wlodzimierz Borodziej, Klaus Ziemer (Hrsg.)

Deutsch-polnische Beziehungen 1939-1945-1949

Eine Einführung

Cover: Deutsch-polnische Beziehungen 1939-1945-1949

fibre Verlag, Osnabrück 2000
ISBN-10 3929759462
ISBN-13 9783929759464
Kartoniert, 348 Seiten, 24,54 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Erstmals behandeln deutsche und polnische Historiker gemeinsam die deutsche Besatzungspolitik in Polen und die Vertreibung der Deutschen nach 1945. Die Beiträge (jeder enthält eine kommentiert Bibliographie) analysieren anhand systematischer Schwerpunkte wie Besatzungspolitik, Terror, Germanisierung, Widerstand und Bevölkerungsverschiebungen den deutsch-polnische Konflikt ab 1939. Integrale Bestandteile der Untersuchungen sind auch die Verfolgung der polnischen Juden und die Rückwirkungen des Völkermords an den Juden auf die deutsch-polnischen Beziehungen sowie die Auswirkungen der Jahre 1939-1949 auf die deutsch-polnischen Beziehungen bis 1990.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.04.2001

In einer Mehrfachrezension macht der Polen-Korrespondent der SZ, Thomas Urban, knappe Anmerkungen zu drei Büchern über die deutsch-polnischen Beziehungen, von denen er zu Anfang seines Artikels sagt, dass sie so gut seien wie nie zuvor.
1) Wldyslaw Bartoszewski: "Kein Frieden ohne Freiheit"
Der Titel mag ein wenig nach Sonntagsrede klingen, schreibt Urban, aber es hat damit eine tiefere Bewandtnis. Bartozewski, ehemaliger Außenminister Polens, wendet sich damit gegen jene Fraktionen der westdeutschen Linken, die seinerzeit das Kriegsrecht mit dem Argument verteidigten, der internationale Frieden sei wichtiger als die Freiheit für Polen. Versteht man Urban richtig, so setzt sich Bartoszewski, der sowohl die Repression der Nazis als auch der Stalinisten am eigenen Leibe erlebte, in seinen Betrachtungen noch einmal mit dieser politischen Gesinnung im Westen auseinander.
2) Mieczyslaw Tomala: "Deutschland - von Polen gesehen"
Urban erzählt, dass der Autor ein Berater der polnischen Führung in den siebziger Jahren gewesen sei und in seinem "wichtigen Band" eine Menge Material über die Beziehungen zwischen den Ländern in jener Zeit beibringe. Besonders lobt Urban, dass Tomala dabei kein Blatt vor den Mund nimmt und auch heimliche Strategien der damaligen polnischen Führung aufs Korn nimmt. So habe es zum Beispiel Kräfte gegeben, die die damals von der Bundesrepublik gewährten Kredite nicht zurückzahlen wollten.
3) Wlodzimierz/Klaus Ziemer (Hrsg.): "Deutsch-polnische Beziehungen 1939-1945-1949"
Urban betont, dass es sich hierbei um einen verdienstvollen Sammelband einer deutsch-polnischen Historikerkommission handelt und dass hier auch weniger spezialisierte Leser Aufschluss über die deutsch-polnischen Beziehungen in ihrer finstersten Zeit bekommen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren