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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sebastian Haffner

Historische Variationen

Cover: Historische Variationen

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2001
ISBN-10 3421055033
ISBN-13 9783421055033
Gebunden, 360 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Historische Betrachtungen zur Geschichte Preußens, zu Hitlers Machtergreifung, politische Anmerkungen zu Politik und Vernunft, zum Erfolg des Grundgesetzes, biographische Porträts von Lenin, Churchill, Stresemann und Adenauer - zweihundert Jahre deutscher Geschichte läßt Haffner mit dem Blick für weitgespannte historische Entwicklungslinien Revue passieren.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2001

In einleitenden Worten seiner langen Rezension versucht Martin Meyer das Besondere in Haffners Schreiben zu charakterisieren. Haffner ist für ihn ein Meister der Akzente, der es wie ein Schriftsteller verstehe, eine Innenspannung zu erzeugen, um das Lebendige zu erfassen, das der Geschichte innewohne. In der "Geschichte eines Deutschen" werde deutlich, dass Haffner den Handlungscharakter der Geschichte begriffen hätte, sein wichtigstes Thema sei seitdem die Analyse der Akteure auf der Bühne der Geschichte. Das durchlaufende Thema des nun vorliegenden Buches " Historische Variationen" ist laut Meyer das Nachdenken über Glück und Unglück in der Geschichte (à la Burckhardt). Die besondere "Methode" Haffners sei, dass er im Gegensatz zur positivistischen Geschichtsschreibung "die Instrumente der Psychologie unauffällig zu führen verstehe. Als ein Beispiel für die "Ambivalenz des Gelingens" in der Geschichte nennt der Rezensent Bismarcks Frankreichpolitik um 1870, um dann näher auf Haffners Essay über die Pariser Kommune vom Frühling 1871 einzugehen. Solche "Scharnierstellen" der Geschichte bieten Haffner "Gelegenheit zu farbigen Schilderungen dessen, was eine strukturale Historiographie wohl eher vermiede", schreibt Meyer und lobt die Begabung des Psychologen Haffner. Haffner scheint ihm ein Melancholiker zu sein, der zwar an das Gute im Menschen glauben wollte, jedoch mit dem Schlechten "rechnete und rechtete". Schließlich verweist Meyer noch darauf, dass Haffner sich bis Mitte der achtziger Jahre die Wiedervereinigung nicht wirklich vorstellen konnte und diagnostiziert eine "Utopieabstinenz" Haffners.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.04.2001

Thomas Krüger begrüßt diesen Essayband mit Texten zu geschichtlichen Themen des 20. Jahrhunderts mit "offenen Armen", auch wenn es sich lediglich um eine Wiederauflage eines Buches von 1985 handelt. Er würdigt den verstorbenen Autor als "größten deutschen Publizisten" des letzten Jahrhunderts und preist seine Fähigkeit, allgemein verständlich ohne Gefahr der "Verblendung" seiner Leser zu schreiben. Besonders positiv bewertet der Rezensent die "emotionale Zugänglichkeit", die Haffner in seinen Texten an den Tag legt, und er lobt ihn für "einleuchtende" Argumente und "prägnante Formulierungen". Haffner vereinigt alle Eigenschaften eines guten "Lehrers", ohne oberlehrerhaft zu wirken, so der Rezensent angetan. Allerdings sind manche Essays seiner Ansicht nach bereits von der Geschichte eingeholt worden und heute nicht mehr relevant, was aber den Wert des Buches insgesamt in seinen Augen nicht schmälert.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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