Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Wlodzimierz Borodziej, Hans Lemberg (Hrsg.)
Unsere Heimat ist uns ein fremdes Land geworden...
Die Deutschen östlich von Oder und Neiße. Dokumente aus polnischen Archiven
Klappentext
Eine Arbeitsgruppe deutscher und polnischer Historikerinnen und Historiker hat die Chance genutzt und in den Jahren 1997-2000, gefördert von der Stiftung für Deutsch- Polnische Zusammenarbeit und der Robert Bosch Stiftung, in polnischen Archiven Dokumente gesammelt, die das Schicksal der Deutschen im polnischen Machtbereich von 1945-1950 beleuchten. Aus mehreren Zehntausenden von Dokumenten wurde eine Auswahl von etwa 2000 zusammengestellt. Die Edition erscheint parallel in einer polnischen und in einer deutschen Ausgabe. Der nun vorgelegte erste Band behandelt nach einer allgemeinen Einführung und einem Quellenteil mit zentralstaatlichen Verordnungen polnischer Behörden die Wojewodschaft Allenstein (das südliche Ostpreußen).
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.01.2004
Auch diesem Buch über die Vertreibung der Deutschen aus Schlesien drohe die Gefahr, übersehen zu werden, mutmaßt Christian Jostmann. Es ist der zweite von insgesamt vier Bänden mit Dokumenten aus polnischen Archiven, die ein deutsch-polnische Forscherteam recherchiert habe und das mit einer den historischen Zusammenhang "erhellenden" Einleitung versehen sei, berichtet der Rezensent. Sie zeigten die Vertreibung "aus der Sicht der Täter" und zeichneten das Bild einer "hoffnungslos überforderten polnischen Zivilregierung", meint der Rezensent. Sie musste die von den siegreichen Alliierten gefassten Pläne der "Entdeutschung", die laut Jostmann einerseits eine Reaktion auf das brutale Besatzungsregime der Deutschen und andererseits eine Folge des Willens Stalins, die gewonnenen ostpolnischen Gebiete nicht wieder herzugeben umsetzen. Es galt, Millionen von Polen in den Westen des Landes umzusiedeln und gleichzeitig die dort lebenden Deutschen außer Landes zu schaffen, so dass das Chaos vorprogrammiert gewesen sei, wie die präsentierten Dokumente nach Ansicht Jostmanns deutlich machten.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2001
Der Rezensent Karlheinz Lau begrüßt die vorliegende Studie, da mit ihr "auch von polnischer Seite die Grundlage geschaffen wird für eine Gesamtschau der Vertreibung, Zwangsumsiedlungen und Umsiedlungen." Ein abschließendes Urteil über die Größe des Forschungsbeitrags zu diesem Thema, schränkt Lau sein wohlwollendes Urteil etwas ein, könne zwar erst nach Erscheinen aller Bände gefällt werden, dennoch sei der Anfang gemacht, um die nunmehr auch geöffneten polnischen Archive unvoreingenommen zur Erforschung heranzuziehen. Besonders hebt der Rezensent die ausführliche Einleitung des ersten Bandes hervor und den vermittelnden Anspruch dieser deutsch-polnischen Edition, der "für eine Gegenüberstellung der deutschen und polnischen Perspektive" plädiert. Alles in allem also ein vielversprechender Anfang, von dem sich der Rezensent offensichtlich eine ebenso ausgewogene Fortsetzung verspricht.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








