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Klappentext
Herausgegeben von Horst Bredekamp, Michael Diers, Kurt W. Forster, Nicolas Mann, Salvatore Settis und Martin Warnke. Spätestens seit 1927 liefen alle Unternehmungen und Bestrebungen Warburgs in dem großen Projekt des Bilderatlasses, dem sogenannten "Mnemosyne-Projekt", zusammen. Warburg wollte etwa 2000 Bilder aus Kunst- und Kulturgeschichte in etwa sechzig Tafeln zusammenstellen. Anhand ikonographischer Reihen und sinnträchtiger Bildkonstellationen, die von einer knappen verdichteten Textspur begleitet werden sollten, hoffte Warburg, in diesem "Atlas" das Bildgedächtnis der europäischen Kultur sowohl struktural als auch genetisch und zugleich in seinen wichtigsten Themen und Motiven zu rekonstruieren. Die Edition in der Studienausgabe wird das gewaltige Fragment in der Form wiedergeben, in der Warburg es hinterlassen hat. Der Herausgeber wird lediglich in einer Einleitung in die Denkräume dieses Werkes einführen und die von Warburg verwendeten Bilder identifizieren.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2001
Ist er nun enttäuscht, der Rezensent Henning Ritter? Am Anfang seiner ausführlichen Besprechung des Warburgschen Bilderbuches hat man den Eindruck. Aber das gibt sich. Alles, was den Rezensenten anfangs noch stört oder wenigstens verwirrt - die spärlichen Erläuterungen, das Fehlen eines ausführlichen Kommentars, der ganze "asketische Auftritt" des Buches eben -, gehört bald schon zu den von ihm als lobenswert erachteten Eigenschaften dieser Publikation. Dann nämlich, wenn Ritter auf die "Magie" und die "Erleuchtung" zu sprechen kommt, die, wie er behauptet, von den versammelten Bildertafeln ausgehe, und darauf, dass eine solche "Entmythologisierung" Warburgs und seiner "Mnemosyne" schließlich einen heilsamen Effekt berge: wieder auf die Hauptsachen hinzulenken nämlich. Die allerdings sieht Ritter unbeirrt im klärenden Wort, in der Tatsachenfeststellung und in der Theorie, für die, so hofft er, der angekündigte Textband das Material nachliefern wird.
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