Herausgegeben im Auftrag der Schelling-Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften von Jörg Jantzen unter Mitwirkung von Thomas Kisser. Mit Band 6 der Werkreihe liegt F.W.J. Schellings zweites Hauptwerk zur Naturphilosophie vor. Die Ausgabe gibt den Text der 1. Auflage wieder und verzeichnet im Apparat die Varianten der 2. und 3. Auflage und des Textes in den "Sämtlichen Werken", ferner werden die handschriftlichen Korrekturhinweise Schellings für die 2. Auflage von 1806 editiert. Der Text wird durch Anmerkungen, Register und eine Bibliographie erschlossen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2001
Umfassenden Anspruch auf das Ganze erhebt Schellings Schrift, und wie Rüdiger Bubner schildert, beeindruckte sie damit auch die großen Denker seiner Zeit, von denen er Goethe und Hegel nennt. Der Neuausgabe des 1798 erstmals erschienen Buchs bescheinigt Bubner eine "umfängliche Einleitung" und "vorbildliche Kommentierung". Zwar artikuliere die schellingsche Anknüpfung an die antike Metaphysik eine "wichtige Vorstellung der Epoche", heute habe der Text aber vornehmlich "antiquarischen Wert". Als zeitlose und somit immer noch aktuelle Qualitäten des Werks bezeichnet der Rezensent die Aufforderung zur Reflexion über die "Theoriebildung" und "die Erinnerung, dass mit dem Staunen die Philosophie anfängt". Letzteres habe in Anbetracht des gegenwärtigen "Gen Rausches" vielleicht sogar einen Nutzen.
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