Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Niederländischen von Sylke Hachmeister. In Pollekes elfjährigem Leben scheint im Augenblick etwas schief zu gehen. Es stört sie ja gar nicht, dass ihre Eltern geschieden sind. Sie hat ihren Papa sehr lieb, und sie hat eine prima Mama. Ihr Lehrer ist eigentlich auch ganz in Ordnung, aber es gehört sich doch nicht, dass sich der Klassenlehrer in die eigene Mama verliebt. Und eigentlich ist Polleke sogar selbst schuld an allem. Aber sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass am Ende doch alles gut wird, auch mit Mimun, dem liebsten Jungen auf der ganzen Erde und im ganzen Weltall, mit Papa, mit Mama und - wenn es denn sein muss - mit dem Lehrer.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.04.2001
Andreas Steinhöfel ist zwar nicht sicher, ob sich Kinder beim Lesen dieses Buchs "ebenso scheckig lachen wie erwachsene Leser". Denn seiner Ansicht nach muss man schon sehr genau acht geben, um hinter der Witzigkeit der Protagonistin auch ihre "giftig schillernde Verzweiflung" zu erkennen. Insgesamt jedoch zeigt sich Steinhöfel begeistert, besonders weil hier viele Themen, die anderswo ganze "Bücher füllen" würden, hier beiläufig abgehandelt werden: Zeugung im Reagenzglas, ethnische Zugehörigkeiten, ein drogensüchtiger Papa und Beziehungskrisen der Mutter. Gut gefällt dem Rezensenten auch, dass hier mehrfach die Rollen von Kindern und Erwachsenen vertauscht erscheinen, etwa wenn die Mutter zu Polleke ins Bett kriecht, um sich auszuheulen oder der Vater "wegen Rauschgifthandels bei der Polizei rausgepaukt werden" muss. Insgesamt jedoch handelt es sich um ein lustiges Buch, versichert Steinhöfel: "Die Kleine ist so witzig, dass es kracht". Und auch die Liebe siegt am Schluss, verrät der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.03.2001
Obwohl der Autor nach Martina Knoben schon fast sechzig Jahre alt ist, so ist es ihm ihrer Ansicht nach in diesem Buch hervorragend gelungen, sich in die Perspektive einer Heranwachsenden hinein zu versetzten. Allerdings handelt das Buch nicht nur vom Kindsein als solchem, informiert die Rezensentin, sondern enthält vor allem auch Kommentare der elfjährigen Polleke zum Wesen der heutigen Patchwork-Familie. So werden etwa Überlegungen angestellt, wieso Väter oft woanders wohnen und man möglicherweise einen Vater nicht so nennt, weil er genau genommen auch keiner ist, wieso manche Kinder ihre Väter nicht einmal kennen, und dass es auch "Väter aus einem Reagenzglas" gibt. Auch die Beziehungsrangeleien Erwachsener sieht Knoben hier auf bisweilen recht entlarvende Weise gleichermaßen präzise wie amüsant aus der Sicht Pollekes geschildert.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








