Ausgehend von aktuellen medientheoretischen Positionen zeigt die Autorin, dass es das Phänomen des Spiels ist, das den Blick für den interaktiven Umgang mit neuen digitalen Techniken öffnet. Sie widmet sich jedoch nicht nur Computerspielen, sondern bezieht den Spielbegriff auch auf Phänomene wie Techno, Rave und Cyberspace. Die Arbeit wurde mit dem Sonderpreis der Löwenclub-Stiftung für die beste Forschungsarbeit zum Thema Freizeit und Spiel ausgezeichnet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2001
Ekstatisch ausufernd, weniger kritisierend beschreibt der Rezensent Klaus Ungerer Natascha Adamowskys Argumentation gegen die moralinsaure Verurteilung der neuen virtuellen Welten. Wo viele das Vergehen alter Werte im Cyberspace beklagen, erkenne die Autorin die mangelnde Fähigkeit zur Teilhabe der Ausgeschlossenen an dieser neuen, karnevalesken Welt. Wenn auch der Rezensent "nicht immer folgen mag, kommt" er "doch gerne mit" und ist "erfrischt" von Adamowskys "Formulierungsmut". Am Ende der Rezension steht der Dank für die "radikale Bereitschaft, das Neue zu verstehen". Eine Bereitschaft, die dieses Buch mit Sicherheit beim Rezensenten geweckt hat, denn, wie schreibt er so schön am Ende ein wenig melancholisch, "was bleibt uns denn auch übrig?"
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