Heinz Czechowskis Werk ist vor allem eine unbestechliche Chronik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die er mit formaler Brillanz und Stilsicherheit zu gestalten weiß. In seinen Essays setzt er sich beharrlich mit den poetologischen Grundlagen seines Schreibens auseinander, für das die Beschäftigung mit Klassikern wie Klopstock, Hölderlin, Novalis und der Droste aber auch mit Zeitgenossen wie Ahrendt, Huchel, Kunert, Kirsten und Zschorsch prägend ist. Sowohl seine autobiographischen Texte als auch die zahlreichen Artikel während und nach dem Zusammenbruch der DDR zeigen einen Dichter, der sich massiv »einmischt«, ohne je die poetischen Grundlagen seiner Erkenntnisse verleugnen zu müssen.
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